Gunda König über "Wasserklang":
Der 370 Meter lange Abschnitt des Bächleins vom ehemaligen „Weidenbrückerl“ über den Steg bis zur südlichen Brücke ist beinahe ein Paradies (wenn auch ein gefährdetes). Dort hält die Seele Zwiesprache jenseits von Wort und Begriff.
Um den Klang des Baches aufnehmen zu können, ist die ideale Jahreszeit der Übergang vom Winter zum Frühling. Da sollte weder Schnee liegen noch raschelndes Laub, damit meine Schritte die Aufnahme nicht stören; da sollten Büsche und Bäume keine Blätter tragen, um möglichst ungehindert ans Wasser heran zu kommen, außerdem führt der Bach im Frühling auch genügend Wasser, um sich in all seiner Klangvielfalt präsentieren zu können.

Dieter Kaufmann, Hintergrund-Reflexionen zu "Wasserklang":
"Schule des Sehens" hatte Oskar Kokoschka seine Salzburger Sommerseminare genannt, "Schule des Hörens" nannte Roman Haubenstock-Ramati die Beschäftigung mit elektroakustischer Musik.
Vielfalt erkennen, anerkennen und fördern, bedeutet offen und unvoreingenommen zu sein.
Hineinhören, hineinhorchen in das beinahe unbegrenzte Angebot an authentischen Klangquellen, das Arbeiten/Komponieren mit und an ihnen könnte – mit offenen Ohren – zu einer bewussteren "Weltanhörung" führen.
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