Die Kurse sind einzeln oder in Gruppen von max. 5 Kindern/Jugendlichen zu belegen.
Ein Kurs dauert 60 Minuten.
Die Kurse für elektro-akustische Musik beinhalten verschiedenste Höreinblicke, aber auch konkreten, praxisorientierten Umgang mit elektronischen Geräten, und das Kreieren von eigenen Klangobjekten.
Die Kurse werden praxisorientiert für Kinder und Jugendliche von 6 bis 14 Jahren abgestimmt.
Am Anfang werden wir mit einfachen technischen Geräten, z.B. Tonband, auf verschiedenste Weise Klänge aufnehmen und die daraus entstandenen Aufnahmen bearbeiten, um gleichzeitig unser Hör- und akustisches Spektrum zu erweitern.
Die Kurse sind speziell und explizit an Kinder und Jugendliche gerichtet, die neugierig und interessiert sind an den unterschiedlichsten elektronischen Geräten (analog und digital) wie: Kassettenrecorder, Spulentonbandgerät, Mikrophon, Mischpult, Sampler, Plattenspieler, aber auch synthetische Klangerzeuger wie: Synthesizer, Drumcomputer, Effektgeräte, und die Verwendbarkeit und Handhabung eines Personal Computers.
Die Kinder und Jugendlichen werden zuallererst mit dem Tönenden vertraut gemacht, und nicht umgekehrt, das heisst:
Sie nicht mit theoretischem Ballast abzufüttern, sondern sie auf direktem Weg durch praktisches Ausprobieren mit dem weiten Feld der elektro-akustischen Musik vertraut zu machen.
Es braucht keine musikalischen oder technischen Voraussetzungen für die Kurse.
Es ist mir wichtig den Kindern und Jugendlichen eine Hörwelt auf vielfältigste Weise anzubieten, wo sie die Möglichkeit haben, schon früh mit der modernen zeitgenössischen Klangkunst in Berührung zu kommen.
Der Kurs sensibilisiert für die Akustik, für das Klingende, für das Unerhörte wie zum Beispiel unsere alltäglichen Geräusche, und für die Vielfalt der zeitgenössischen elektro-akustischen Musik.
Wir sind eingebettet in einem reichhaltigen, faszinierenden aber auch unheimlichen Klanguniversum.
Lachen, räuspern, Zeitungsrascheln, Handytöne, Motorenbrummen, Vogelgezwitscher, Türenquietschen, Regenprasseln, Tellergeklapper, Wasserrauschen, säuseln, zischeln, knirschen, blasen, knacken, knistern, wispern.
Dieses Spektrum von Geräuschen werden wir untersuchen durch verschiedene Manipulationen und Transformationen. Das erlaubt uns, tief ins Innere der aufgezählten Klänge einzutauchen, um die verborgenen Schönheiten, aber auch ihr Unheimliches auszuloten.
Die Welt besteht nicht nur aus Bildern, sondern es tönt und klingt um uns,
die Augen können hören, so wie die Ohren sehen können.
Wir brauchen unbedingt eine erweiterte umfassende Hörbildung, genauso wie wir früh sprechen, lesen und schreiben lernen.
Der Kurs wird den Kindern und Jugendlichen angeboten, damit sie sensibler, offener, kritischer, differenzierter, selbstbewusster und kommunikativer mit der (Klang-)Kunst in Berührung gelangen, aber auch um emanzipierte Standpunkte ergreifen zu können, und zu lernen, ästhetische Vielfältigkeit einzuordnen. Damit umzugehen, darauf einzugehen und sich daran zu erfreuen.
Knut Remond
