Sonntag
13., 20. und 27. Juli 2008
jeweils 14:00 - 21:00 Uhr
'The Big Frisco Soundloop'
8 SoundkünstlerInnen aus San Francisco vereint in einem grossen Soundloop.
Amphibious Gestures, Hans Grüsel’s Krankenkabinet, Head Boggle,
irr. app. (ext.), Ozmadawn, Rubber (0) Cement, Sharkiface, skozey fetisch.
Mit Ausstellung der Noise Sketches.
Idee und Konzept: Knut Remond in Zusammenarbeit mit Mark C. Jackman.
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Freitag - Sonntag 27. - 29.6 und 4. - 6.7.08
jeweils 14:00 - 19:00 Uhr
Vernissage: Freitag 27.6. um 18:00 Uhr
'ZEITFRESSER'
Something that takes a lot of time and distracts you from other things you should be doing.
Transmediale Ausstellung von
Nora Adwan, Shohreh Jandaghian, Zara Morris mit Sarah Yates.
Nora Adwan
produziert ihre Arbeit durch Linsen-basierte Medien und Installationen.
Sie arbeitet viel mit Objekten und Performance.
Für Zeitfresser präsentiert sie das Video "Queue", das das kollektive Warten bei Sicherheitskontrollen untersucht.
Shohreh Jandaghian
Die in Berlin lebende Künstlerin und Filmemacherin Shohreh Jandaghian beschäftigt sich in der Videoinstallation "Verschwundene Zeit" "Vanished Time" mit Zeitverlust bei Alltagsbeschäftigungen.
Zara Morris und Sarah Yates
präsentieren eine soundbasierte Performance, in der sie den Begriff des Wartens und Orte des Wartens erkunden.
Diese Woche werden die Künstlerinnen Menschen auf der Strasse interviewen und ihre Untersuchung auf die Erforschung des Wartens als Nicht-Ort und Nicht-Zeit fokussieren.
Die Künstlerinnen werden Momente, Geschichten, Wünsche, Beobachtungen sammeln von denen, die in der Umgebung der Weichselstrasse in Berlin-Neukölln am Warten sind. Halten Sie Ausschau nach den Künstlerinnen in ihren massgeschneiderten Uniformen auf der Strasse oder kommen Sie zu ihnen in den Geräuschladen ohrenhoch, um zu hören was andere gesagt haben.
Zara Morris und Sarah Yates arbeiten seit sechs Monaten zusammen und stellten in verschiedenen Galerien in Grossbritannien aus. Die Ausstellung im Geräuschladen ohrenhoch ist ihre erste in Berlin. Yates lebt und arbeitet im Südosten Englands, Morris in Berlin.
20. - 22. Juni 08
"Die Reise durch die elektrischen Geräuschgalaxien"
im Rahmen des Festivals 48 STUNDEN NEUKÖLLN



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Zu hören am Sonntag 15. Juni 08 ab 14:00 Uhr:
'Resonant Quarks'
von Shintaro Imai
Shintaro Imai über 'Resonant Quarks':
Dieses elektroakustische Stück wurde 1998 mit einem NeXT-Computer und der 'IRCAM Signal Processing Workstation' am Fachbereich 'Sonologie' des Kunitachi College of Music (Tokyo) realisiert. Für Kompositionsalgorithmen, Klangsynthese und Abmischung wurde die Software 'Max' verwendet. Für den Komponisten war es das erste Experiment in der Entwicklung seiner typischen 'Sound Creatures', unter Verwendung mikroskopischer Klangpartikel. Als musikalisches Material dienten in der Hauptsache vier Stimm- und Instrumentalklänge von jeweils nur einer Sekunde Dauer. Durch die Klangverarbeitung vermittels Granularsynthese verändern sie - sprunghaft oder allmählich - ihre Klangfarben und ihre Positionen im Raum, so als wären sie Lebewesen.
Shintaro Imai
Studied composition and computer music with Takayuki Rai, Erik Oña and Cort Lippe at Kunitachi College of Music in Tokyo, and with Philippe Hurel at IRCAM in Paris. Worked as a guest composer at ZKM Karlsruhe and Electronic Music Studio TU Berlin. Won the Residence Prize at the Bourges competition (FR), the First Prize at the MUSICA NOVA competition (CZ), the EARPLAY Composers Prize (US), the First Prize at the ZKM Short Cuts: Beauty competition (DE), and the Special Prize at Yvar Mikhashoff Pianist/Composer Commissioning Project (US). Received grants from the Japanese Government, the DAAD Artists-in-Berlin Programme and the Künstlerhaus Lukas (DE).
http://homepage.mac.com/shintaro_imai
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Zu hören am Sonntag 1. und 8. Juni 08 ab 14:00 Uhr:
'BETON'
von Katharina Klement
Mit Ausstellung der Partituren
Ausstellungskonzept und -gestaltung: Knut Remond
Katharina Klement über "BETON":
"Klangtransformation - insbesondere Klangtransformation mit elektronischen Mitteln - ist Arbeit mit einem mehrdimensionalen Phänomen und mit plastischer Arbeit vergleichbar."
Ausgehend vom Material/Baustoff Beton, dessen Zustand sich in kurzer Zeit vom flüssigen zum extrem festen verändert, entstand die Idee, einmal erstarrte Masse akustisch wieder aufzubrechen.
Während mehrerer Besuche auf Baustellen, auf denen Betonteile herausgesägt bzw. geschnitten wurden, sammelte ich akustischen Baustoff: sogenannten "Lärm", unvermeidbares Nebenprodukt der Arbeit mit Beton. In die Schichten dieses Lärms einzudringen, Geräusch- und Klangschichten freizulegen, der Prozess des Sägens, Öffnens und schließlich Zertrümmerns des Materials ist Ausgangspunkt der kompositorischen Arbeit.
Ein Baustellen-Protokoll mit den durchgeführten Arbeiten wie Vorbohrungen, waagrechte und senkrechte Sägeschnitte, Demontage, Cracken, etc. und Proportionen von Raum und gesägter Öffnung einer ausgesuchten Baustelle sind die Grundlage für die musikalische Struktur/Komposition.
Innerhalb der Matrix von fünf Lautsprechern (Stereo) der Lautsprecher-Installation von ohrenhoch verändern sich deren Zuordnungen und Gruppierungen immer wieder: in diesem Geräuschladen aus Geräusch verschieben sich im Laufe der Zeit die Zentren, Wände, Winkel, Schwellen, Öffnungen.
Katharina Klement
geb. in Graz, Österreich
Studien: Klavier, Komposition, Lehrgang für elektroakustische & experimentelle Musik an der Univ. für Musik u. darst. Kunst Wien
Als "composer-performer" im Feld von notierter und improvisierter, instrumentaler und elektronischer Musik tätig: instrumentale und elektronische Kompositionen, querverbindende Projekte in den Bereichen Musik-Text-Video-Performance, mehrere Arbeiten für mechanisch und elektronisch präpariertes Klavier, Klanginstallationen, Gründerin und Mitglied mehrerer Improvisationsensembles.
Preise, Stipendien und Auftragswerke, internat. Aufführungen & Konzerte.
Derzeit Lehrgangsleitung "Computermusik und Elektronische Medien", Univ. f. Musik u. darst. Kunst Wien.
Lebt in Wien
http://www.katharinaklement.com

Es beginnt vielleicht, oder zentriert sich zumindest um ein lokales Event, das zurzeit als "Godwaffle Noise Pancakes" bezeichnet wird, während dem gelegentlich das "Brutal Sound Effects Festival" stattfindet (ein Event innerhalb des Events). Godwaffle Noise Pancakes wird etwa alle zwei Wochen abgehalten, Spenden sind erbeten, aber niemand wird abgewiesen, Kaffee und vegane Waffeln werden kostenlos serviert, meistens samstags und sonntags von 12:00 bis 14:00 Uhr. Die Aufführenden sind KünstlerInnen aus der lokalen Bay Area bis zu internationalen Leuten, die auf Tournee sind. Es werden immer mehr interessante KünstlerInnen zu den Brutal Sound Effects Festivals eingeladen. Das Brutal Sound Effects Festival Nr. 50 fand am 29. Juni statt. Hans Grüsel's Krankenkabinet, Head Boggle und Sharkiface lernte ich im Zusammenhang mit diesen Godwaffle Noise Pancakes Events kennen, als ich zum ersten Mal ihre Performances hörte und sah. Einer der zwei Gründer von Rubber(0)Cement war der Hauptkoordinator dieser Events und ein sehr wichtiger Anstifter von vielem in der experimentellen Musikbewegung der letzten zwei Jahrzehnte in der Bay Area.
A Synopsis, of Sorts -The Big Frisco Sound Loop_Mark C. Jackman July 10, 2008
http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewprofile&friendid=133509261
James Rodenborn aka Kasper aka Amphibious Gestures hat sich mir an einem Einstürzende Neubauten Konzert 1993 vorgestellt. Wir wurden schnell Freunde und er hat seither bei skozey-fetisch-Performances und -Aufnahmen assistiert. Er ist ein überaus produktiver Visual Artist und Soundkünstler, mit Betonung der visuellen Kunst auf Malerei und Assemblagen.
http://www.myspace.com/amphibiousgestures
http://www.myspace.com/kasperwcf
Wie ich es auffasse, ist Hans Grüsel's Krankenkabinet ein versierter professioneller Audioengineer und -Produzent, wenn er nicht seine Kompositionen performt. Es gibt von ihm zahlreiche Veröffentlichungen in verschiedensten Mediaformaten.
http://www.hansgrusel.com/
Derek Gedalecia, Head Boggle beschreibt sein Projekt selber als "eine Anhäufung von divergierenden "unsound" musikalischen und zufälligen Bestrebungen von einem Derek Gedalecia."Er studierte klassisches und Ragtime-Piano beim berühmten Ragtime Wiederbeleber Dr. Brian Dykstra. Über seine Einflüsse nachdenkend nennt er "Bartok, Scott Joplin und Morton Subotnick, dann Eno's Oblique Strategies, Andy Kaufman und John Cage. Es sieht gut und schlecht aus auf Papier."http://www.myspace.com/headboggle
Das erste was ich über irr. app. (ext.) hörte war eine Kritik von Waard in Vital Weekly (http://www.vitalweekly.net/) für seine 2003 CD Dust Pincher Appliances auf dem Crouton Label aus Chicago. Fasziniert von der Beschreibung in dieser Kritik, kontaktierte ich das Label, um ein Exemplar zu erstehen. irr. app. (ext.) ist der kalifornische Künstler und Musiker Matthew Waldron. Er hat viele hochbegehrte CDR Eigenreleases aus limitierten Auflagen.
http://www.holocenesound.org/irr/
http://www.discogs.com/artist/irr.+app.+(ext.)
http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewprofile&friendid=44819667
Ozmadawn ist das elektronische, sci fi, Drone Rock-Duo Dereck Donohue und Jonah Rust. Ozmadawn sind auf einer Handvoll Compilation Albums vorgestellt und haben kürzlich selber das CDR Album Rise Of The Moth veröffentlicht auf ihrem eigenen Label Chambara Records (http://www.discogs.com/release/1219200). Dereck Donohue betreibt ein Soloprojekt unter dem Namen Horseflesh (http://www.discogs.com/artist/Horseflesh) und ist die Hälfte des electronic black noise Duos Perinium. Jonah Rust ist ziemlich beschäftigt mit seiner 1,5 Wochen alten Tochter.
Rubber (0) Cement sind electronic harsh noise der bevorstehenden zero-tech Zukunft und haben in den 14 Jahren seit der Gründung mehr als 10 CD und CDR veröffentlicht.
http://www.myspace.com/rubber0cement
http://www.discogs.com/artist/Rubber+O+Cement
Sharkiface gebraucht live electronics, field recordings, verschiedene seltene und selbst gemachte Synthesizer & exotische Sounderzeuger um ein Soundscape von abstrakten Freuden zu weben. Sie arbeitet auch und/oder hat gearbeitet mit Tarantism, Pigs in the Ground, Brantism (The Bran (..) Pos plus Tarantism) und Diatric Puds. Ein ehemaliges Mitglied von Crack W.A.R., Hans Grüsel's Krankenkabinet, Replicock, erfreute sie sich auch einer kurzen Arbeitsperiode in 16 Bitch Pile Up und war die Organistin von Caroliner von 2001-2006.
http://www.myspace.com/sharkiface
http://www.discogs.com/artist/Sharkiface
skozey fetisch ist das occultronics, SuperFreaky, AvantNoise Projekt von Mark C. Jackman. skozey fetisch hat seine Anfänge in der musique concrète, was das direkte Resultat von Jahren (1984-1992) des Editierens, Produzierens und Moderierens von experimentellen Radiosendungen für KRCL 90.9 FM in Salt Lake City, Utah war. 1986 begann Jackman Electronic Music zu studieren an der University of Utah im Labor des verstorbenen Dr. Vladimer Ussachevsky (http://en.wikipedia.org/wiki/Vladimir_Ussachevsky). Der Name "skozey" wurde speziell für das Projekt erfunden und nimmt Bezug auf gefundene Objekte, die als Talisman oder Fetisch benützt werden können, somit skozey fetisch. Jackman ist auch ein Visual Artist und kreiert die Cover Art für skozey fetisch Releases, und hat den (meist) wöchentlichen Podcast "between the vortex vendor beautiful" produziert (http://between_the_vortex.podomatic.com/).
http://www,myspace.com/skozeyfetisch
http://www.discogs.com/artist/Skozey+Fetisch


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Zu hören am Sonntag 18. und 25. Mai 08 ab 14:00 Uhr:
'Paganini on the Beach'
von Mia Zabelka
Mia Zabelka über 'Paganini on the Beach':
Mia Zabelka - E-Violin, Live-Electronics / Still - Sound Architecture, Voice, Turntables, Live-Electronics.
Mia Zabelka und Still treten miteinander in Dialog. Mia Zabelkas Musik erforscht den Raum zwischen Körper, Gestik und Klang. Sie verwendet die elektronische Geige als Interface zwischen Akustik und Elektronik. Still's Soundscape schafft eine neue Dimensionalität - Mit Stimme, Turntables, Live-Elektronik und einer virtuellen Matrix verwandelt er jeden Lautsprecher in ein Sonic Fragment im Raum. Es handelt sich um eine elektroakustische Studie über die Langsamkeit bzw. Unendlichkeit der Zeit. Bei der Präsentation im ohrenhoch in Berlin-Neukölln auf der speziellen Lautsprecherinstallation wird eine 2-Kanal-Mischung des Werkes wiedergegeben.
Mia Zabelka
Die Komponistin, (Extrem)Violinistin, Performance- und Radiokünstlerin Mia Zabelka gilt als eine der führenden VertreterInnen der elektroakustischen, improvisierten Musik, der Klanginstallation, Radiokunst und Musikperformance in Österreich.
Zahlreiche Preise und Auszeichnungen; Gast des Internationalen Künstlerprogramms des DAAD, Berlin; Stipendiatin prestigiöser Vereinigungen und staatlicher Stellen (Bundesministeriums für Unterricht und Kunst, Fulbright Commission, Amt der NÖ Landesregierung); dreifache Ars Electronica-Preisträgerin 1988, 1993, 1994; Preisträgerin des WDR-Kompositionswettbewerbs.
Auftragswerke für Salzburger Festspiele/ Zeitfluß, Ars Electronica, steirischer herbst, Jeunesse Wien, De Ijsbreker Amsterdam, Biennale Venedig, Bonner Tage für Neue Musik, Alte Oper Frankfurt, Inventionen Berlin, Stiftung Akademie der Künste Berlin, New Music America, The Kitchen, Wiener Konzerthausgesellschaft, ORF Kunstradio, Osterklang Wien, GRAZ2003 und Transit.
2003 Gründung der Mia Zabelka One.Night.Band, 2007 Gründung des klang.haus.untergreith - Zentrum für interdisziplinäre Klangkunst.
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Donnerstag 8. Mai 08:
VERSCHÜTTET
im 20. jahrhundert einer frau
bewusst unbewusst unterbewusst
in einem keller
ein komponist
und sie
Szenen-Collage
Idee und Konzeption: Anke Rauthmann, Annette Strasser, Alexis Pope
in Zusammenarbeit mit ohrenhoch
Spiel: Annette Strasser, Alexis Pope
Komposition: Alexis Pope
Regie: Anke Rauthmann
Assistenz: Hila Golan
Donnerstag 15. Mai 2008 um 21:00 Uhr
Eintritt frei, Kollekte
Anke Rauthmann studierte Theaterwissenschaft, Soziologie und Germanistik an der Universität Erlangen-Nürnberg. Lebte sechs Jahre in Israel, assistierte beim Akko Theaterzentrum und der Israelischen Oper Tel Aviv, u.a. für Götz Friedrich, David Alden, Richard Jones. Fortan Engagements im internationalen Musiktheater, Bregenzer Festspiele, Opéra Marseille und Avignon, Strassburg, Bergen, Lüttich, Bilbao und Tel Aviv. Spielleiterin an der Komischen Oper Berlin. Als Librettistin Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten. Sie inszeniert Oper, Theater, Performance, u.a. für das Tel Aviv Vocal Arts Institute und die Berlin International Opera, zu deren Leitung sie gehört.
Annette Strasser, geb. 1981 in Tübingen, studierte an der Ernst Busch Hochschule für Schauspielkunst Berlin, außerdem bei Yoshi Oida, Angela de Castro, Philippe Gaulier. Arbeitet in Theater, Film und Fernsehen.
Alexis Pope studied composition and piano at the Royal Academy of Music London and Chopin Akademie in Warsaw. Cornelius Cardew, Paul Patterson, Billy Bang, Aleks Kolkowski, Volkmar Hein and Julean Simon feature amongst his collaborators. He has performed throughout Europe, America and China and recorded for BBC, Deutschland Radio and other TV and radio stations. His works can be seen as cross-over of contemporary music, new jazz and experimental electronic music with a strong improvisatorial approach.
Hila Golan, geb. 1985 in Haifa, Israel, ist Mitglied des Akko Theaterzentrums.
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Zu hören am Sonntag 4. und 11. Mai 08 ab 14:00 Uhr:
'Die Stille'
von Tanja Hemm
umgesetzt und interpretiert von Knut Remond
Tanja Hemm über 'Die Stille': Dem 'ohrenhoch' schenke ich am ersten und zweiten Sonntag im Mai mein Konzept 'Die Stille'. Die Stille ist ein scheues Wesen, das sich in einem Raum (im ohrenhoch) hörbar macht, wenn es in diesem ganz still geworden ist. Dann beschenkt die Stille die Gäste mit einem Geräusch, einem Gedicht, einem Text oder einem Rätsel. Umgesetzt und interpretiert wird das Konzept von Knut Remond.
Tanja Hemm hat eine Ausbildung auf mehreren Instrumenten und einen Magisterabschluß in amerikanischer Literatur/Medienwissenschaften mit den Schwerpunkten orale Traditionen und Radiodramaturgie von der Universität Erlangen-Nürnberg. Sie arbeitete zehn Jahre als freie Autorin im Radiofeature, in der Literatur und im Hörspiel, lebte und arbeitete in den USA, Neuseeland und Australien, heute ist sie in Nürnberg verwurzelt. Seit 2002 entwickelte sie über 20 ortsbezogene Klanginstallationen für den öffentlichen und privaten Raum. Die Dynamik, die an der Schnittstelle zwischen Örtlichkeit, Komposition und Hörer entsteht, ist sowohl Ausgangspunkt als auch zentraler Fokus ihrer Arbeit. Der Hörer erlebt sich im Wechselspiel zwischen Ort und einem unsichtbaren Klang der aus dem Ort zu erwachsen scheint. Aktuell ist Tanja Hemm auf der Landesgartenschau in Neu-Ulm in der Caponniere 4 auf dem Glacis zu hören. Für die ca. 120 Meter lange unterirdische Festungsanlage ist eine ortsbezogene Klanginstallation entstanden. Weitere Informationen über Projekte, Ausstellungen und Extras unter www.tanjahemm.de. Tanja Hemm ist Mitglied im Verband der Schriftsteller, im Europäischen Forum Klanglandschaft und in der GEDOK München
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Zu hören am Sonntag, 20. und 27. April 08 ab 14:00 Uhr:
"Ohrenhoch-Spezial-Mix"
von Thomas Gerwin
Thomas Gerwin
ist klassisch ausgebildeter Komponist und Klangkünstler. Er kam sehr früh zur elektroakustischen Musik, seit 1990 arbeitet er ausserdem intensiv im Bereich "Soundscape Composition" und Radiokunst. In seinem Berliner Studio komponiert er freischaffend für Konzert, Performance und Radio und kreiert Klang-Installationen und experimentelle multimediale Environments. Als Ausdrucksmittel seiner raumkünstlerischen Arbeiten (RaumKlang-Kompositionen) bezieht er immer wieder Neue Medien, Theater, Tanz, Film und Skulptur mit ein. Gerwin ist künstlerischer Leiter des "Berliner Lautsprecher-Orchesters" sowie des "Internationalen Klangkunstfestes Berlin" und kuratiert die Konzertreihe "KlangWelten HörZeit-SpielRaum". Er wurde mit verschiedenen internationalen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, seine Werke werden weltweit aufgeführt und ausgestellt.
http://www.thomasgerwin.de
Thomas Gerwin
O h r e n h o c h - S p e z i a l - M i x
1. KlangWelten-Akzent (2003) 0:37 min.
Anfangsakzent der "KlangWelten HörZeit-SpielRaum"-Konzerte
2. Feuer-Werk 17 (2003/5) 12:43 min.
Re-Mix der längeren, nur aus Feuerklängen komponierten 5.1-Fassung
3. corrente ... b (2006) 5:57 min.
Nur aus Wasserklängen komponiert für das Bourges-Festival 2006
4.-8. weit und breit (2006)
Musique concrète für Akkordeon, Saxophon und Harfe
4. Allegro 3:23 min.
5. Presto 3:38 min.
6. Allegro ma non troppo 1:09 min.
7. Moderato 2:14 min.
8. Vivace 5:32 min.
9. Computer Music-REMIX (2004/2005) 14:50 min.
Re-Mix der längeren nur aus den Klängen eines arbeitenden Computers
komponierten 5.1.Fassung
10. Fontaine de Vaucluse - Miniatur (2001/02) 4:06 min.
Superkurzer Re-Mix der Musik zum Film "Fontaine de Vaucluse" von
Wolfgang Lehmann und Florian Krautkraemer für den Sampler der
Canadian Electroacoustic Community 2002
Gesamt 55:00 min.
Produktion: inter art project + X
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Zu hören am Sonntag, 6. und 13. April 08 ab 14:00 Uhr:
"Stella's Stockpot Breakup"
von Knut Remond
Soundtrack vom 29.3.08
Knut Remond über seinen Soundtrack "Stella's Stockpot Breakup":
Es sind Tonaufnahmen von Stellas Suppentopf, es ist eine innere Untersuchung von einem runden metallischen Klangobjekt. Die Grösse, Volumen des Metall-Koch-Suppentopfes ist: 30x27 cm, Deckelhöhe: 4,5 cm. Mit architektonischem Ohr tippt sich Stella hinein in den Suppentopf mit Deckel. Ein Sample Patchwork von Schnittmustern. Stella phantasiert zu sich selbst: Mache ich jetzt ein tönendes Readymade? Toll, ich präsentiere im Geräuschladen, ohrenhoch einen Suppentopf, der endlich wie ein Perpetuum-Mobile-Alpaufzug schwingt, statt Löffelrühren in der blubbernden Kartoffelsuppe. Ihre lindengrünlackierten Fingernägel formt sich Stella in ein 'Sound(ing) Environmental Sculpture'.
Knut Remond, Multimedia-Artist, geboren in Basel-Stadt Schweiz, lebt seit 2006 in Berlin-Neukölln.
Lernte als Kind traditionelle Basler Trommel und Klavier. Studierte klass. Schlagzeug und elektronische Musik bei Siegfried Kutterer und David Johnson (Assistent von K.H. Stockhausen), Musikakademie Basel.
Realisiert seit 1981 Klang-Installationen und multimediale Performances, Video, Graphik, Photographie und Text.
Mitbegründer der 'Musikwerkstatt Basel', Schule für improvisierte Musik.
1978-95 Mitbegründer der Bands und Ensembles M.I.T., TV-Totem, UnknownMix, Westblock, 16/17, Voice Crack/Borbetomagus und solo Konzerte, Tourneen in Europa, Canada und USA, zahlreiche Tonträger.
http://www.cosmicsonline.com
Seit 1989 Produzent und Herausgeber des Labels 'v records'.
Entwickelt in verschiedenen Projekten Aufführungsexperimente szenischer Musik an den Schnittstellen von Installation/Performance/Tanz/Oper, z.B. 'deep structure' oder 'Hochzit va Himmel und Hell' 'Marriage of Heaven and Hell'
http://www.himmelundhell.ch
Knut Remond ist international in der noise music, zeitgenössischen, experimentellen und improvisierten Musik, als Komponist, Performer und als Klang-Installateur aktiv.
Er betreibt mit Katharina Moos seit Dezember 2007 den Geräuschladen 'ohrenhoch', Galerie für interdisziplinäre Kunst in Berlin-Neukölln.
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Zu hören am Sonntag, 16. und 23. März 08 ab 14:00 Uhr:
'Eugene Is Down' - ohrenhoch Version
von Manuel Liebeskind
Soundtrack vom 14.3.08
Manuel Liebeskind über seinen Soundtrack 'Eugene Is Down':
'Eugene Is Down' ist im Februar 2008 in seiner ersten Version als Intro-Stück für Lesungen des Schriftstellers, Journalisten und Sängers Eugene S. Robinson entstanden. Die Komposition, die ich als "Soundtrack" bezeichne, benutzt als Grundmaterial überwiegend Stimmsamples und Stimmfragmente Robinsons. Die Stimmelemente sind zu komplexen Sequenzen verwoben und elektronisch manipuliert. Heraus kommt eine Art - zwischen beängstigend und erbauend hin und her fliessender - elektronischer Männerchor, der die Diskrepanz von Selbsteinschätzung, innerem Fühlen und dem sich nach aussen geben, oder den Moment vor der Begegnung mit einer herannahenden, noch völlig unbekannten Person akustisch illustriert.
Mit besonderem Dank an das Studio für Elektroakustische Musik der Akademie der Künste Berlin
Manuel Liebeskind, geboren 1965 in Basel, Schweiz, lebt seit 1995 in Berlin.
Tontechniker, Musiker, Komponist, Tourneeorganisator, Fotograf, Computerspezialist.
Europatourneen mit Bands wie 16-17, Oxbow, Melt-Banana, Swell.
Aufnahmen mit und für 16-17, Paul Schutze's Phantom City feat. Bill Laswell und Julian Priester, Sprawl mit William Parker und Peter Brötzmann, Melx, Alboth.
Video-Soundtracks für Arbeiten der Hochschule der Künste Berlin.
Remixe (Pxfxfn5 vs. Oxbow)
Projekte mit Michael Wertmueller, Olaf Rupp (2003), SWLABR mit Jaki Liebezeit, Marian Gold, Ernst Surberg (2007), Steamboat Switzerland (2007), Pilzfuge mit Peter Weber und Marino Pliakas (2006).
Kollaboriert mit Eugene S. Robinson als The Smoking Word, Mangene und Handsum.
Freies Mitglied des Ensemble Phoenix (Ensemble für neue Musik, Basel).
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Zu hören am Sonntag 24. Feb. / 2. und 9. März 08:
"Rot ist dein Mund"
von Fritz Mahler
komponiert am 24.2.08
Fritz Mahler über seinen Track "Rot ist dein Mund":
Die unzähligen Verzweigungen und Verschachtelungen von fliessenden aber auch abrupten gegenläufigen Rhythmen und Geräuschen sind kurze Momente von einem Wirrwarr verfranselter schriller Geräusche-Clusters, die besonders in der afrikanischen Metropole Kinshasa tagtäglich wie Schlingpflanzen sich spiralförmig um den Körper drehen.
Fritz Mahler, geboren 1966 in Pfunds im Tiroler Oberland
arbeitet seit 2001 in Kinshasa, Demokratische Republik Kongo.
Ausbildung als Elektroingenieur in Graz.
Autodidakt als Sounddesigner und im Hörspiel.
Arbeitet u.a. auch als Sounddesigner in der Firma Bauknecht.
Ist einer der interessantesten Sounddesigner und Hörspielautoren im Schnittpunkt von Soundkaskaden mit Text und Sprache in Oesterreich.
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ohrenhoch
der Geräuschladen
am Sonntag 17. Februar ab 14:00 Uhr
letzte Gelegenheit um nochmals das ofenfrische
"Funk in die Montrealer Hunde Ohren" von Knut Remond
zu hören.
mit kleiner alkoholfreier Bar.
Zu hören am Sonntag 3. und 10. August 08 ab 14:00 Uhr:
'Klangbuch der imaginären Wesen' - ohrenhoch Mix
von Mario Verandi
Mit seinem 'Buch der imaginären Wesen' schuf Jorge Luis Borges ein Handbuch zoologischer Fabelwesen, die die Fantasie der Menschen aller Jahrhunderte beschäftigt haben: von Drachen und Einhorn, von Salamander, Mandragora und Greif bis zum Basilisk und Hydra ist alles vertreten, was sich nur erträumen lässt.
Solch ein 'Bestiarium' bietet uns Beschreibungen und Bilder dieser Fantasiewesen. Aber wie KLINGEN sie?
Hier setzt die Arbeit Mario Verandis an, der mit Hilfe der Neuen Vocalsolisten Stuttgart die transformierten Klänge der Fantasiewesen hörbar macht.
Für die Präsentation im ohrenhoch hat Mario Verandi einen kurzen Mix geschaffen.
Mario Verandi, 1960 in Buenos Aires geboren, ist Komponist und Klangkünstler. Derzeit lebt und arbeitet er in Berlin.
www.marioverandi.de
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Zu hören am 17. und 24. August 08 ab 14:00 Uhr:
'Seewetter 69'
von Sven-Åke Johansson
Sven-Åke Johansson über das Hörstück 'Seewetter 69':
Der tägliche spätabends ausgestrahlte Seewetterbericht auf NDR von 1969 brachte viel poetisches aus den realen Gefahren für das Seevolk.
Es waren hauptsächlich die Seewarnnachrichten, die in ihrer langsam, gewichtig vorgetragenen zum mitschreiben gedachten Form, auch zufällig gereimtes hervorbrachten.
Das Stück Seewetter - 69 ist ein Ausschnitt aus mehreren Stunden auf Band aufgenommenes Material, das von dem schlechten Empfang ein zusätzliches Couleur des "Ausgesetztseins" bekommt.
Sven-Åke Johansson
Geb. 1943 in Mariestad (Schweden)
Komponist und Musiker, Poet und bildender Künstler, Autor und Initiator verschiedener Musikproduktionen, darunter „Die Harke und der Spaten" „Ueber Ursache und Wirkung der Meinungsverschiedenheiten beim Turmbau zu Babel" (zusammen mit Alexander von Schlippenbach).
Zahlreiche Ausstellungen, Buchpublikationen und nahezu 40 Platten-und CD-Einspielungen.
Er war stilbildend innerhalb der freien europäischen Improvisationsmusik. Zusammen mit Alexander von Schlippenbach, Peter Kowald und Peter Brötzmann entwickelte er in den 60er Jahren eine europäische Version von Freejazz.
Langjährige Zusammenarbeit mit Manfred Schoof, Schlippenbach, Rüdiger Carl und Hans Reichel.
Am bekanntesten ist er als virtuoser Schlagzeuger, aber er tritt auch als Sänger mit frei improvisierten Stücken auf.
Kompositionen u. a.: "Seewetter 69" (Radiohörstück im Auftrag von Deutschlandradio, 2001), sowie "Polis, Wachs und Pomade" (Kammerstück für Streicher, Bläser und Stimme), Kompositionsauftrag des SWR, Uraufführung: Donaueschinger Musiktage, 20.10.2001.
"MM" schäumend, 2003, Stereo für 8, 2005
http://www.sven-akejohansson.com
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'Territorium - Yellow Zone'
von Natalia Pschenitschnikova
Eröffnung: Samstag 30. August 18:00 - 21:00 Uhr
Sonntag 31. August 14:00 - 21:00 Uhr
Samstag/Sonntag 6./7. September 14:00 - 21:00 Uhr
Natalia Pschenitschnikova über 'Territorium - Yellow Zone':
Die Aufnahmen entstanden in Moskau an drei Tagen im Oktober 2006. Alle Aufnahmen wurden draußen, innerhalb des Straßendreiecks Turgenevskaja - Kitaj-Gorod - Zemljanoj Val gemacht. Das ist die 'Zone' meiner Kindheit und Jugend. Die Zone, wo so vieles gefühlt wurde, wo so viel geschehen ist, und wo so viele Spaziergänge stattfanden. Hier in meiner damals so leidenschaftlich geliebten und gehassten Stadt - ein Gefühl, das sich nie wiederholen wird - kannte ich den Klang jeder Straßenecke, konnte mit geschlossenen Augen meinen Weg nach Hause finden.
Jetzt, 15 Jahre später, hat sich die Stadt sehr verändert, der Klang ist, wie ein Atem, anders geworden: krank, asthmatisch, mit spastischem, betrunkenem Lachen ist er wie ein Amokläufer, der das süße Getränk des Friedens mit der bitteren Droge des Konsums verwechselt hat. Die Stadt schreit nach Geld und Sex, gierig und unersättlich. Nichts anderes ist geblieben. Fast nichts. Diese Aufnahmen sind Dokumentationen meines Versuchs, den sterbenden Stadtkörper zu berühren, des Versuchs, meine letzten Klänge dort zu lassen, unsichtbare kleine Friedhofssteine als Zeichen des Abschieds
Natalia Pschenitschnikova
Natalia Pschenitschnikova wurde in Moskau geboren. Sie erhielt seit ihrem dritten Lebensjahr Musikunterricht (Klavier). Nach dem Flötenstudium an der Zentralmusikschule (parallel das Studium des klassischen Balletttanz) absolvierte sie als Flötistin das Staatliche Tschaikowski-Konservatorium in Moskau mit Solistenexamen mit Auszeichnung.
Solisten- und Kammermusiktätigkeit, gleichzeitig Mitarbeit in verschiedenen Theater- und Tanzprojekten.
Auftritte als Performance-Künstlerin zusammen mit German Vinogradov, Dmitri A. Prigov.
Teilnahme als Solistin (Flöte/Gesang) an zahlreichen internationalen Festivals, darunter Biennale Venedig, Donaueschinger Musiktage, Wien Modern, Huddersfield Contemporary Music Fest, Kammermusikfest Lockenhaus, Berliner Festwochen, u.v.a.
http://www.natalia-pschenitschnikova.de
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Zu hören am Sonntag 14. und 21. September 2008 14:00-21:00 Uhr:
'No Defects'
Subviola - David W. Halsell und Hilmar Bjarnason
Subviola ist eine Sound Art Zusammenarbeit, die die Überschneidungen und Grenzen von Kultur, Geräusch und Ort erkunden. Für ihr Anfangsprojekt, No Defects, manipuliert das Duo Hilmar Bjarnason und David W. Halsell Feldaufnahmen von städtischen und ländlichen Räumen des amerikanischen mittleren Westens. Lokomotiven, Wiesen, Industriezonen und appalachische Folkmusiker werden transformiert in Wellenschläge von hingezogenen und zusammenrollenden Sounds, interpunktiert von zerlegten Rhythmen und Vokalaussprachen. Dieses angespannte und verwirrende Werk reflektiert die Erfahrungen der Künstler als sie im wirtschaftlich flauen postindustriellen "Rostgürtel" lebten, und evoziert die weitverbreitete Desillusion von den Mythen der amerikanischen Industrie- und Sozialgeschichte. Der Titel kommt von den alltäglichen Radiomeldungen im automatisierten System der Zustandsberichte von Eisenbahnstrecken.
Gleichzeitig im ohrenhoch-Keller:
'Homily for Swelling Kennels'
Einkanaliger Video Loop von David W. Halsell
Homily for Swelling Kennels portraitiert eine fiktionale phantasmagorische Szene von Zerstörung durch Naturkräfte. Das ursprüngliche Filmmaterial für den manipulierten Videoloop ist von einer wirklichen Naturkatastrophe, der verheerenden Überschwemmung 1936 in Pittsburgh, PA (USA). Fast jede Kultur auf der Welt hat einen Hochwassermythos, was auf den tiefen Effekt auf das menschliche Erleben hinweist. Der Titel stammt teilweise von Jonathan Swift's "Description of a City Shower", einem satirischen Vers, der die Idee des Hochwassers als sozialer Ausgleicher benützt. Homily for Swelling Kennels verbindet das ineinander greifende Kräftespiel der natürlichen Umgebung und unsere sozialen Strukturen.
David W. Halsell (Spanien, 1967) ist ein experimenteller Medienkünstler der seit zwei Jahrzehnten mit Sound arbeitet in Performance und Recording. Er erkundet hauptsächlich die wechselseitigen Definitionen von Geräusch und Information in Struktur und Inhalt. Die Überschneidungen der natürlichen und mechanischen Welten und Wahrnehmungsphänomenologie
haben seine Arbeit sowohl in der visuellen Kunst wie auch in der Klangkunst beeinflusst. Derzeit ist Halsell wissenschaftlicher Mitarbeiter am Center for Digital Arts and Experimental Media (DXARTS) an der Universität von Washington.
www.dwhalsell.com
Hilmar Bjarnason (Island, 1965) spielte Schlagzeug in einer Rockband bevor er eine Karriere in den Künsten einschlug, indem er sich hauptsächlich auf das Erschaffen von Sound konzentrierte: Installationen, veröffentlichte Audiowerke und Zusammenarbeiten mit anderen, die mit visuellen Medien arbeiten. Er machte 1997 seinen Abschluss am Iceland College of Arts and Crafts und führte seine Ausbildung weiter an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Professor Franz Graf und später an The Royal Danish Academy of the Arts in Kopenhagen bei Professor Torben Christiansen.
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Zu hören am Sonntag 12. und 19. Oktober 2008, 14:00 - 21:00 Uhr:
'plugged'
Klanginstallation
5 Steckdosenobjekte
von Ute Safrin
Verschiedene Objekte, die ich auf dem Flohmarkt gefunden habe, wurden an Steckern in Steckdosen befestigt. Sie dienen als Resonanzkörper für eingebaute Lautsprecher. Man hört leise Klänge, die von einem Objekt zum anderen wandern.
Meine Klanginstallationen werden für bestimmte Räume/Orte entwickelt, passen sich den Räumen an. Sie verbinden optische und akustische Anteile der Installation.
Ich bringe unterschiedliche Materialien zum Klingen (Metall, Glas, Leder, Kunststoff u. a.). Die Objekte, die ich in meine Installationen einbaue, dienen als Resonanzkörper oder wirken wie eine Lautsprecher-Membran.
Die elektronischen Klänge werden am Computer mit dem Programm C-Sound produziert. Sie werden über eingebaute Lautsprecher/Tieffrequenzlautsprecher abgespielt und erhalten ihre Klangfarbe durch das Material des Objektes.
Ute Safrin
Geboren 1952 in Düsseldorf.
Bildhauerin und Klangkünstlerin.
Studium Freie Kunst (Plastik) an der Hochschule für Künste in Bremen (1987 bis 1993) bei Professor Bernd Altenstein.
Teilnahme an zahlreichen Klangkunstausstellungen und -projekten u. a. in Bremen (LICHTHAUS 1997/98); St. Ingbert (Rischbachstollen 1998), Potsdam (Freundschaftsinsel 2002), Göteborg (ICMC 2002), Barcelona (METRONOM 2003), Dortmund (OPEN SYSTEMS 2003), Berlin (Uhrenturm des Rathauses Friedenau 2004, galerie futura 2004, Galerie Forum Amalienpark 2006), Spiekeroog (Künstlerhaus 2007)
www.ute-safrin.de
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Zu hören am Sonntag 28. September und 5. Oktober 2008 14:00-21:00 Uhr:
'Clear Dawn: Meditations from Paparoa and Kapiti Island'
von Sarah Peebles
Sarah Peebles über 'Clear Dawn':
'Clear Dawn' wurde inspiriert von meinen Erfahrungen bei Aufnahmen von Vögeln in Aotearoa/Neuseeland 2004-2005, und im Zusammenkommen mit einer grossen Vielfalt von Menschen, die ich unterwegs traf. Ein traditionelles Maori-Konzept, das Gary Millan mit mir teilte in Paraparaumu - nahe Kapiti Island, einem der drei Aufnahmeorte - schien die Essenz meiner Erfahrungen zu reflektieren, als ich konzentrierte, lange Zeitabschnitte auf dem Land verbrachte während des Aufnehmens oder einfach nur Seins. Man kann es grob übersetzen als "das was gerade jenseits unserer Wahrnehmung ist". Diese Idee ist ein Teil der Maori Legende, die drei Konzepte des Wissens identifiziert, die in Nga kete o te Wananga (Körben des Wissens) enthalten sind. Der Legende nach enthält der erste Korb rituelle Gesänge und Gebete, der zweite Korb enthält alles praktische Wissen, und der dritte Korb enthält alle Quellen von Gut und Böse. "Das was gerade jenseits unserer Wahrnehmung ist" ist ein Konzept vom dritten Korb. Ais ich meine Feldaufnahmen erkundete und in neue akustische Ausdrucksweisen transformierte, war ich inspiriert von diesem Konzept und auch von den Gedichten "The Long Dream of Waking" und "A Short Dream of Knowing", geschrieben 1948 vom neuseeländischen Künstler Leonard Charles Huia Lye.
'Clear Dawn' beinhaltet Transformationen von Vögeln, die ich bei Morgendämmerung im Paparoa National Park (Südinsel Westküste) und auf Kapiti Island (Nordinsel Westküste) aufgenommen habe, und von Bienen, die sich auf und in Glasbehältern versammelt haben, vom Inneren der Gefässe aus aufgenommen - ihre gegen das Glas vibrierenden Flügel, die bewirkten, dass die Behälter in ihren resonierenden Frequenzen tönten - aufgenommen mit der Assistenz von Frank Lindsay bei Lindsay's Bienenhäusern, in der Nähe von Wellington. Zusätzlich ist das ent-stimmte und digital bearbeitete Shoh (japanische Mund-Orgel) sowohl klanglich wie auch konzeptionell elementar für das Stück. Ein Instrument von mysteriöser und ätherischer Schönheit, wurde das Shoh im alten China und Japan in Verbindung gebracht mit Verkörperung des Poenix (ein glückverheissender mythischer Vogel) in Form und Sound, und wird heute noch in Japan benützt, wo es unter anderem Gottheiten auf ihrer Reise zur und von der Geisterwelt während Shinto-Zeremonien begleitet. Untermauert werden diese Sounds von modulierten Fröschen, aufgenommen bei Abenddämmerung in Singapur auf dem Rückweg nach Kanada, und von bearbeiteten Zuggeräuschen auf dem Weg von Toronto nach Montréal. Strukturell ist dieses Werk eine Kombination von vorher bestimmten, sorgfältig konstruierten Materialien, von Zufallsabläufen mit Sammlungen gesampleten Sounds, gewählt und gemischt vom Computer via einfache Algorithmen, und von ziemlich langen Strecken von Umgebungsaufnahmen von Lebensraum.
Sarah Peebles
ist Komponistin, Improvisatorin und Installationskünstlerin mit Basis in Toronto. Ihre Studien beinhalteten Violine, Komposition und japanische traditionelle Musiken. Ihr Schaffen konzentriert sich weitgehend auf digital manipulierte gefundene Geräusche, über Lautsprecher und/oder physische Objekte projiziert, und auf die Entwicklung von verschiedenen Herangehensweisen an akustische und verstärkte Improvisation auf dem Shoh, der im Gagaku benützten japanischen Mund-Orgel.
www.sarahpeebles.net
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ohrenhoch, der Geräuschladen präsentiert
am Samstag 25.10.08, 19:00 - 24:00 Uhr
und Sonntag 26.10.08, 14:00 - 21:00 Uhr
'Gummibärchen mit Gekritzel'
von Knut Remond
Ein reflektierender Soundloop rotiert ovalig um deinen Kopf.
Am nächsten Tag wachst du auf mit Facettenaugen.
Kreiert für die Weserrakete 25.10.08
weserrakete.blogspot.com
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Sponsoren:
ohrenhoch, der Geräuschladen präsentiert:
Samstag 1.11.08, 19:00 - 24:00 Uhr - im Rahmen von "Nachtundnebel"
Sonntag 2.11.08, 14:00 - 21:00 Uhr
Sonntag 9.11.08, 14:00 - 21:00 Uhr - letzte Gelegenheit! Man munkelt, dass die Transportkiste wieder abgeholt werden soll, um ihre Weltreise fortzusetzen...
NACHTTROPFENDRACHE
Klanginstallation von Knut Remond zusammen mit Kindern von Berlin-Neukölln.
In einer Nacht-und-Nebel-Aktion wurde am 1. November 2008 eine geheimnisvolle Transportkiste, in der sich ein Nachttropfendrache befindet, im ohrenhoch abgegeben. Absender unbekannt. Eines ist aber ziemlich sicher, liebe ohrenhoch-Besucher: Die Transportkiste mit dem Nachttropfendrachen drin darf man nicht aufmachen, sonst...
'Home Setup' ist ein offenes Archiv von Aufstellungen (Setups) von Heim-Stereoanlagen und eine modulare Datenbank für kombinierte Anwendung mit anderen "Tutorial Diversions".
Bringe dein eigenes "Home Setup" ein, damit andere es downloaden und zu Hause anwenden können, und downloade andere "Home Setups" für deinen eigenen Heimgebrauch.
Besuche den "Home Setup Showroom" im ohrenhoch am 16. und 23. November, um die neuesten Setups abzuholen, deine eigenen dort zu lassen, und bei einer Vorführung von Setups aus New York, Oslo, Los Angeles und Berlin dabei zu sein.
Die Setup-Vorführungen von Bill Dietz finden am 16. und 23.* November um
14:00, 15:00, 16:00, 17:00, 18:00, 19:00, 20:00 und 21:00 Uhr statt.
*am 23. Nov. werden auch zwischen diesen Zeiten die neuesten Setups auf- und abgebaut!
Zusätzlich zum "Home Setup Showroom" präsentieren ohrenhoch und tutorialdiversions.org
'2 Room Test Pattern', ein Audio-Profil, das speziell entworfen wurde, damit man
verschiedene Setups bei sich zu Hause ausprobieren kann.
Beteilige dich online ab 16.11.2008 auf
www.tutorialdiversions.org/homesetup.html
Bill Dietz
geboren 1983 in Bisbee, Arizona nahe der US/Mexikanischen Grenze, studierte Komposition bei Robert Ceely am New England Conservatory und Kulturwissenschaft bei Richard Leppert an der University of Minnesota. Seit 2003 lebt und arbeitet er in Berlin als freischaffender Komponist und Assistent Peter Ablingers. Seit 2007 ist er künstlerischer Leiter des Ensemble Zwischentöne.
www.tutorialdiversions.org
www.ensemble-zwischentoene.de
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ohrenhoch der Geräuschladen und tutorialdiversions.org präsentieren
am Sonntag 16. und 23. November 2008, 14:00 - 21:00 Uhr:
'Home Setup Showroom'
mit
'2 Room Test Pattern'
von und mit Bill Dietz
Zu hören am Sonntag 30. November und 7. Dezember 2008, 14:00 - 21:00 Uhr:
'Kitchen Alchemy'
von Manuella Blackburn
Manuella Blackburn über 'Kitchen Alchemy':
Während ich dieses Stück komponierte, begann ich über die Analogie von Alchemie und ihre Anwendbarkeit auf den kompositorischen Prozess von akusmatischer Musik nachzudenken. Ich wollte etwas scheinbar wertvolles und raffiniertes kreieren, das keine Ähnlichkeit mit den gewöhnlichen Ausgangsgeräuschen von Küchenutensilien und -geräten zeigte.
Manuella Blackburn
geboren in London 1984, lebt in South Manchester. Sie erhielt 2006 eine Auszeichnung für einen Masterabschluss in elektroakustischer Musik an der University of Manchester und wurde mit dem Peter J Leonard Composition Prize ausgezeichnet. Im September 2006 begann sie ein PhD-Studium an der University of Manchester, wo sie bei Dr Ricardo Climent und betreut von Dr David Berezan studiert.
Manuella zusammen mit Diana Simpson bilden das Duo Splice Girls, das seit fast einem Jahr zusammen in Live Laptop Improvisationen auftritt.
www.manuella.co.uk
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DIE OHRONAUTEN
Eine Live-Präsentation mit den ohrenhoch-Kids aus Berlin-Neukölln
Samstag 13.12.08, 14:00 - 23:00 Uhr - im Rahmen des 'Adventsparcours'
Sonntag 14.12.08, 14:00 - 21:00 Uhr
In 6 Live-Acts fährt man mit den "ohronauten" live durch die elektrischen Geräuschgalaxien
Samstag 13.12.08 15-minütige Live-Acts: 15:30, 16:30, 19:30, 20:30 Uhr
Sonntag 14.12.08 15-minütige Live-Acts: 15:30, 16:30 Uhr
Zwischen den Live-Acts wird über die ohrenhoch-Lautsprecherinstallation "Die Reise durch die elektrischen Geräuschgalaxien" präsentiert.
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Zu hören am Sonntag 21. Dezember 2008, 14:00-21:00 Uhr:
'In the Mean Time'
von Fergal Dowling
Fergal Dowling über 'In the Mean Time':
'In the Mean Time' wurde geschrieben zum Thema 'Limbo'. Was mich in diesem Konzept interessierte war die Idee von Limbo als einem Nicht-Ort, also einem Ort, der weit mehr dadurch definiert ist, was er nicht ist, als was er ist; ein Zwischenort, ein Raum ausserhalb des Raumes. Der englische Ausdruck 'in the mean time' ('in der Zwischenzeit') bezieht sich ebenso auf eine unbestimmte Zeitspanne, definiert von den Ereignissen ausserhalb dieser Zeit, anstatt wie die Zeit selber verbracht wird.
Mit 'In the Mean Time' wollte ich diesen doppelbödigen Bereich von Frequenzen benützen, die zwischen die langsameren Frequenzen, die wir als Rhythmus wahrnehmen und die schnelleren Frequenzen, die wir als Tonhöhe wahrnehmen, fallen; mit anderen Worten, ein Bereich von Frequenzen im Audiospektrum, die wir danach definieren, wie wir sie nicht wahrnehmen, anstatt wie wir sie wahrnehmen.
'In the Mean Time' benützt eine sehr langsame Sequenz von gestapelten Sinuswellen, deren grundlegende Frequenzen in diesen doppelbödigen Bereich fallen. Das Resultat ist ein sich langsam entfaltender Verlauf, ohne Rhythmus und aus überlagernden und vermaschten Sinuswellen, deren wahrgenommene Frequenzen sich zu verändern scheinen mit unseren Bewegungen im Raum vor den Lautsprechern.
Fergal Dowling
geboren in Dublin 1965, ist ein Komponist von elektroakustischer und instrumentaler Musik. Er studierte Komposition am Trinity College Dublin und an der University of York. Seine Kompositionen kombinieren die Verräumlichung von Klang und Echtzeit-Interaktion in akustisch reichhaltigen Formen. Als Performer hat er seine eigene Computer-basierte interaktive Musik in Europa mit verschiedenen Solisten und Gruppen präsentiert wie Ex-Machina, Concorde, Ensemble Chimera, Projektgruppe Neue Musik Bremen, EAR Ensemble, Grup XXI, Improvised Device und DublinSoundLab. Er wird vertreten vom Contemporary Music Centre, Dublin.
www.fergaldowling.com
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ohrenhoch, der Geräuschladen präsentiert 2 Stücke von Fergal Dowling.
Am 21. Dezember "In the Mean Time" und am Sonntag 28. Dezember "Falls".
Zu hören am Sonntag 28. Dezember 2008, 14:00-21:00 Uhr:
'Falls'
von Fergal Dowling
'Falls' ist eine Sample-basierte Komposition, die ausschliesslich aus Geräuschen von fallendem Wasser gemacht ist, aufgenommen von öffentlichen Springbrunnen in Frankreich und Deutschland. 'Falls' wurde ursprünglich erfunden als Installation für kontinuierlich geloopte Wiedergabe in einem länglichen geschlossenen Raum, wie z. B. einem Treppenhaus oder Galeriekorridor, wurde aber auch im Konzert aufgeführt mit den Lautsprechern sowohl vor wie auch hinter dem Publikum.
'Falls' wurde unter Benützung von Computer-basierten Algorithmen komponiert, um zwei gleichzeitige Ereignisströme zu definieren, die in wechselnden Geschwindigkeiten vorangehen. Diese schnellen Ereignisströme erzeugen eine dichte körnige Synthese, die sich dann verlangsamt und als Abfolge von Explosionen und Abprallern offenbart. Die eigentliche Wiedergabe der gesampleten Aufnahmen von Soundquellen wurde mittels virtueller Soundbearbeitungsinstrumente ausgeführt.
Zu hören am Sonntag 4. und 11. Januar 2009, 14:00 - 21:00 Uhr:
'Audio Combine'
von John Bischoff
John Bischoff über 'Audio Combine':
'Audio Combine' ist ein solo elektro-akustisches Werk für Sound-machende Objekte und Laptop. Während die Objekte aktiviert wurden, wurden die resultierenden Sounds verstärkt, bearbeitet und recycelt in fragmentierter Form, basierend auf den Timing-Mustern ihres ursprünglichen Erscheinens. Während mehr Sounds gemacht wurden, wurden mehr Schichten von Fragmentierung übereinander generiert. Man kann das Stück als die Echtzeit-Konstruktion einer Audiocollage auffassen, die bei jeder Aufführung anders ist, weil das Timing und die Interaktion des Performers mit den Objekten immer verschieden ist.
John Bischoff
geboren 1949 in San Francisco, ist seit mehr als 30 Jahren in der experimentellen Musikszene in der San Francisco Bay Area aktiv als Komponist, Performer und Lehrer. Er ist bekannt für seine Solo Konstruktionen in Echtzeitsynthese und für die pionierhafte Entwicklung von Computer Network Bands. Seine Performances durch die USA beinhalten New Music America Festivals 1981 und 1989, Experimental Intermedia und Roulette in New York, und das Beyond Music Festival in Los Angeles. In Europa trat er am Festival d'Automne in Paris, Akademie der Künste in Berlin, Fylkingen in Stockholm und TUBE in München auf. Er war Gründungsmitglied der League of Automatic Music Composers (1978) und der Network Band "The Hub", mit denen er seit 1985 Performances und Aufnahmen macht. 1999 erhielt er eine Auszeichnung der Foundation for Contemporary Arts (NYC) für seine Musik. Aufnahmen seiner Musik sind erhältlich auf Artifact, 23Five, Lovely, New World Records, und Tzadik. Er ist momentan im Lehrkörper des Fachbereichs Musik am Mills College in Oakland, California.
www.johnbischoff.com
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