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"AKTUELL-ARCHIV" Fortsetzung
ohrenhoch präsentiert am Sonntag 18.und 25. Januar 2009 14:00-21:00 Uhr
das Video und die Tonspur von 'Obsessions in Red' von Sharkiface:

'Obsessions in Red'
von Sharkiface (2009)

Präsentationskonzept: Knut Remond


'Obsessions in Red' präsentiert sich im Keller als Videoschlaufe, zusätzlich läuft im Laden die Tonspur des Videos ebenfalls als Schlaufe.
Ich versuchte eine Obsession, Besessenheit oder vielleicht auch Schönheit so zu gestalten, dass man davon umzingelt ist und durchtränkt wird -

nämlich durch die Tonspur, die im Laden und im Keller verschoben ist, also nicht synchron abläuft, aber auch in der Klangdynamik und Klangfarbe unterschiedlich ist, während im Keller das Video auf die Kellerwand projiziert wird.
Knut Remond 18.1.09

Sharkiface
ist ein Projekt von solo elektronischer und experimenteller Musik, bei dem Live Electronics, Field Recordings, verschiedene rare und selbstgebaute Synthesizer & exotische Sounderzeuger benützt werden, um ein Soundscape von abstrakten Freuden zu ersinnen.
Zu diesen Instrumenten gehören das Ciat Lonbarde Tranoe, ein stark modifiziertes Stereo Delay und Looping Instrument, von dem es weltweit nur 4 gibt, und "the Bug", ein elektroakustisches Soundboard gebaut von Tom Nunn.
Sharki spielt auch bei Tarantism, Pigs in the Ground, Brantism (The Bran (..) Pos plus Tarantism) und Diatric Puds, war früher Mitglied bei Crack W.A.R., Hans Grüsels Kranken Kabinet, Replicock, genoss ein kurzes Pensum bei 16 Bitch Pil Up, und war die Organistin für Caroliner von 2001-2006.
www.myspace.com/sharkiface


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Zu hören am Sonntag 1. und 8. Februar 2009, 14:00 - 21:00 Uhr:

'Passage' (2008)
von Seiji Morimoto

Im ohrenhoch ist die Aufnahme der Performance-Version von der Installation 'Passage' zu hören.
Radio / Steine / Sand / Plastikdeckel / Piezo-Mikrofone.
Ein Radio sendet weißes Rauschen zur Mitte des Steinhaufens, der während der Performance gebaut wird.
Das Rauschen passiert durch die Steine. Jeder Stein hat einen eigenen Nachhall wie seine Figur und Farbe.
Die unterschiedlichen Nachhalle wurden an 4 Stellen aufgenommen.
Manchmal fängt ein Stein an zu vibrieren.


Im ohrenhoch-Keller:

'The Study of Light' (2005)
Video Installation
Ohne Ton, Farbe / 15'00'' (Loop)
von Seiji Morimoto

In einem dunklen Zimmer sucht die Videokamera mit dem Autofokus-mode nach dem Fokus.
Das Bild bewegt sich und spielt, zwischen der Technologie und der zufälligen Helligkeit.


Seiji Morimoto
geboren 1971 in Japan
interessiert sich für die unsicheren akustischen Erscheinungen zwischen gewöhnlichen Objekten, wie zum Beispiel Wasser und Steinen, und dem technischen Medium.
Einzelausstellungen, u.a. Magpie / Museum of Contemporary Art Tokyo, Tokyo (1999), Nocturne / Galerie ZERO, Berlin (2005) und Rotes Licht / ausland, Berlin (2007).
Beteiligung an mehreren Gruppenausstellungen und Festivals u.a. Music and man / XEBEC, Kobe (1998), Views from abroad / Stadtgalerie, Kiel (2005), Experimentelle Musik / TU, München (2004 / 2006 / 2007) und transmediale, Berlin (2005 / 2008)
www.seijimorimoto.com


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Zu hören am Sonntag 15. Februar 2009, 14:00 - 21:00 Uhr:

LITEMERKAFFE
von Ingvar Loco Nordin

Ingvar Loco Nordin über LITEMERKAFFE:
Die Stimmen sind mein Vater Helge (1904 - 1992) und meine Mutter Viola (1911 - 2007), aus Interviews geschnitten, die ich mit ihnen 1989 und 1990 führte. Die anderen Geräusche stammen aus dem nahen Umfeld, wie die quietschende Tür des Zimmers meines Sohnes Ivan, ein Zimmermann, der draussen vor dem Haus arbeitet, eine Flasche, in die ich blase, ein Glas, als percussives Instrument benützt, das Wasser, das in den Ausguss schlürft, und so weiter.
Der Titel bedarf einer Erklärung: Ich habe etliche kurze Textsound Arbeiten gemacht, ähnlich wie diese. Bei einer davon nahm ich teil mit meiner eigenen Stimme, als ich meine Eltern bei einem der Interviews fragte, ob sie etwas Kaffee möchten. Ich nannte das Stück Lite Kaffe (Etwas Kaffee). Als ich eine Variation von diesem Stück machte, nannte ich es Lite Mer Kaffe (Noch etwas Kaffee) - und das ist dieses Stück, mit den zu LITEMERKAFFE (NOCHETWASKAFFEE) zusammengerückten Wörtern.

Ingvar Loco Nordin
wurde am 13. Februar 2009 60 Jahre alt. Er ist Strafermittler beim Schwedischen Polizeikommissariat. Er arbeitet allerdings ebenso viel mit seiner Website Sonoloco Record Reviews, die hauptsächlich Texte publiziert über moderne Kunstmusik. Ingvar Loco Nordin arbeitete als freier Mitarbeiter beim Kunstmusik-Sender der Schwedischen Rundfunkanstalt. Er ist Dichter und Autor, und ein Schlüsselroman - Veri Similia - ist auf seiner Website publiziert. Er ist passionierter Radrennfahrer, fährt jeden Tag nach der Arbeit mindestens 30 km, um in Form zu bleiben, und macht jedes Jahr Bergtouren in Nordlappland. Er ist ein engagierter Photograph und arbeitete mit Karlheinz Stockhausen in Kürten während vier aufeinander folgenden Jahren (als Autor und Photograph).
Ingvar Loco Nordin's Klangkunst liegt ihm am Herzen, trotzdem wird sie eher sparsam empfangen. Ingvar Loco Nordin studiert Tibetanischen Buddhismus.

www.sonoloco.com


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Zu hören am Sonntag 22. Februar 2009, 14:00 - 21:00 Uhr:

BEGYNNEL
von Ingvar Loco Nordin

Ingvar Loco Nordin über BEGYNNEL:
In diesem Stück habe ich einen sehr aufgeladenen und extrem gut bekannten Text benützt; die ersten Phrasen aus dem Johannesevangelium der Bibel: "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist." Ich habe diesen Text, auf unterschiedliche Arten behandelt, über die Stimme meiner Freundin, der Sängerin Hebriana Alainentalo, gelegt. Meine Absicht war es, zu spielen und tanzen - elektroakustisch - mit historisch geladenen Worten.
Der Titel ist ein Teil eines alten Schwedischen Wortes für Anfang: Begynnelse.
Zu hören am Sonntag 1. und 8. März 2009, 14:00 - 21:00 Uhr:

'Alpha'
von Jo Thomas
Mit Ausstellung der Partituren

Jo Thomas über 'Alpha':
Das elektronische Werk Alpha wurde komponiert mit stark bearbeiteter männlicher und weiblicher Stimme zusammen mit synthetischen Sounds vom Computer.
Die ausgestellten Partituren sind aus Pauspapier, roter Tinte, Blut und Blattgold. Die benutzten Mittel repräsentieren die transparente und extreme musikalische Welt, die die elektronische Musik innehat.

Jo Thomas
geboren 1972, ist elektronische Komponistin. Ihre Arbeit ist bekannt für den Gebrauch von Störung und die Kombination von menschlicher Wirkung mit Technologie.
Sie hat eine Stelle an der University of East London als Dozentin für Sound Design und Electronic Sound.
Ihre Arbeit ist auf NMC recordings erhältlich.
www.myspace.com/jothomaselectrosound



Spezialprogramm am Sonntag 1. März 2009:

Zu hören
14:00 - 19:30 Uhr:

'Alpha' von Jo Thomas
Mit Ausstellung der Partituren

19:30 Uhr: Artist Talk mit Jo Thomas

20:00 Uhr: LIVE SHOW
Jo Thomas - Handbag Electronics / Knut Remond - Handbag Electronics


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Zu hören am

Freitag 20. März 2009 17:00 - 21:00 Uhr -
Im Rahmen von 'Frühlingserwachen' im Reuterkiez
Samstag 21. März 2009 17:00 - 21:00 Uhr -
Im Rahmen von 'Frühlingserwachen' im Reuterkiez
Sonntag 22. März 2009 14:00 - 21:00 Uhr

"Cross Country Runner"
von Rick Nance

Cross Country Runner erforscht die Geräuschwelt eines einzelnen Läufers entlang der Kanäle und Felder einer Englischen Landschaft. Die Geräusche bringen die Fokusverschiebung des Läufers zwischen seinem inneren Zustand und der Welt um ihn zum Ausdruck. Die Schalltransformationen von Feldern und Brücken zu Blut und Atem hin dienen als Transport in eine physische Eigenwahrnehmung und gipfeln in einer "transzendenten" Einzigartigkeit mit Läufer und Umgebung.


Zu hören am Sonntag 15. März 2009, 14:00 - 21:00 Uhr:

'Gravity's'
von Rick Nance

Rick Nance über "Gravity's":
Mehrere 'vérité'-Aufnahmen von verschiedenen Klettereien wurden kombiniert, um eine ideale Sequenz zu kreieren, die zusammen mit Studioaufnahmen der Ausrüstung erarbeitet wurde. Alle aufgenommenen Aufstiege waren forciert und angespannt. Mein Klettern ist dürftige und kribbelige Arbeit (im besten Fall!). Entspannung gibt es selten. Der intuitive Aspekt der Kletterszene wird hervorgehoben, indem ich die Geräusche des "Kletterers" (ich selber), der die Felswand hinaufkeucht und Atemnot als Vorlage benütze, die ich mit verschiedenen bearbeiteten und natürlichen Sounds verbinde und kontrastiere. Obwohl vieles von dieser Vorlage zurückgesetzt oder in den Hintergrund gemischt wurde, bleibt die physische und emotionale Spannung der Kletterei erhalten.

Rick Nance
ist Komponist und lebt in Birmingham, Alabama. Er schloss sein Kompositions-Doktorat an der DeMontfort Universitiy bei John Young ab. Rick arbeitet mit Sound als einer formbaren Substanz, die er von Hand verarbeitet, hörend, filternd und einen Von-unten-nach-oben-Prozess einblendend, um unreduzierbare Soundobjekte zu entdecken. Narrative Strukturen in einigen dieser Werke leiten sich von den Situationen ab, in denen die Sounds gesammelt wurden, agieren aber hauptsächlich als ein Rahmen für die Zuhörer, um sich in das Material des Tönenden zu vertiefen, seine Beschaffenheit zu fühlen, seine Farben zu sehen, und sein Verschieben und Drehen im Raum zu beobachten.
Rick lehrt elektroakustische Musik am Birmingham Southern College und arbeitet mit Scrollworks, einem Programm, das unterversorgten Kindern im Raum Birmingham kostenlosen Musikunterricht anbietet.
http://plasticmusic.net/



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Sonntag 29. März 2009, 14:00 - 21:00 Uhr:

NACHTTROPFENDRACHE
Klanginstallation von Knut Remond mit den ohrenhoch-Kids aus Berlin-Neukölln

Eine geheimnisvolle Transportkiste, in der sich ein Nachttropfendrache befindet, wurde im ohrenhoch abgegeben. Absender unbekannt. Eines ist aber ziemlich sicher, liebe ohrenhoch-Besucher: Die Transportkiste mit dem Nachttropfendrachen drin darf man nicht aufmachen, sonst...

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Freitag 27. März 2009:

Die Klanginstallation "Nachttropfendrache" hat den Sonderpreis "Musik und Medien" auf dem 1. Platz gewonnen, verliehen vom netzwerk junge ohren (www.jungeohren.com) und der Landesanstalt für Medien NRW.

Präsentation der Klanginstallation "Nachttropfendrache" im ohrenhoch:
- Freitag 27. März 2009, 09:00 - 10:30 Uhr in Anwesenheit der ohrenhoch-Kids
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Sonntag 29. März 2009, 14:00 - 21:00 Uhr

Preisverleihung:
Freitag 27. März 2009, 12:30 - 14:30 im Saalbau Neukölln, Karl-Marx-Str. 141, 12043 Berlin-Neukölln


PRESSEMITTEILUNG (PDF)

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ohrenhoch der Geräuschladen präsentiert

am Sonntag 5. April und Ostersonntag 12. April
2009, 14:00 - 21:00 Uhr:

"smell of growing hair"
Soundloop und Installation
von Nobuko Hori
Assistenz: Kyoka

Ausschnitt Soundloop 'smell of growing hair'
Nobuko Hori über "smell of growing hair":
Ein Sound und eine kleine visuelle Installation, inspiriert von meinen alten Tonbändern aus meiner Kindheit.
Meine Inspirationen kommen immer von meinen Kindheitserinnerungen.
Wie Geruch, Geräusche, Licht, und Betasten.
Sie erscheinen plötzlich und verschwinden in meinem Alltagsleben.
Ich fing diese Erinnerungszauberinnen ein und tat sie in eine Flasche, mischte sie.
Ich möchte, dass die Leute sie anfassen und ihre eigenen Erinnerungen in dieser Arbeit hinterlassen.


Nobuko Hori
ist eine Soundkünstlerin/bildende Künstlerin aus Japan, jetzt mit Basis in Brooklyn. Sie hat selber ein Album auf Music Related herausgegeben.
Sie ist auch Teil der Girl's Noizy Electro Einheit "Groopies".
Gleichzeitig taucht sie doppelt ein als bildende Künstlerin, die visuelle Werke kreiert hat für (unter anderen) Shugo Tokumaru, Christopher Willits
und Midori Hirano, Kyoka.
www.myspace.com/nobukohori
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Fotos: Knut Remond, ohrenhoch
Freitag 17. April 2009, 20:30 Uhr:

LIVE SHOW
Maria Chavez, Turntable
www.myspace.com/mariachavez
Knut Remond, Handbag Electronics
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Sonntag 19. April 2009, 20:30 Uhr: Live concert
Nörz / Preslav Literary School
www.myspace.com/noerznoerz
www.myspace.com/preslavliteraryschool
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Sonntag 19. April 2009, 14:00 - 19:30 Uhr zu hören:

"Blooded Doors" - specially created for ohrenhoch
von Hans Grüsel

Hans Grüsel über "Blooded Doors":
Ein fortlaufender Loop, speziell für ohrenhoch kreiert aus Materialien des Krankenkabinet Albums "Blaue Blooded Türen". Das meiste Material wurde auf einem individuell gefertigten Modular Synthesizer gespielt und zusammen mit Xylophon, Woodblocks, Trompete, Harmonika und Field Recordings orchestriert, die durch verschiedenste elektronische Geräte manipuliert wurden.

Hans Grüsel
Biografie siehe oben 26. April
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Zu hören am Sonntag 26. April 2009, 14:00 - 20:00 Uhr:

"Unter Wasser Variation #3" - specially created for ohrenhoch
von Hans Grüsel

Hans Grüsel über "Unter Wasser Variation #3":
Ein fortlaufender Loop, für ohrenhoch kreiert, mit Materialien aus dem Krankenkabinet Album "Happy as Pitch". Konstruiert wurde das Werk aus einer Serie von Geräuschen von Wasser; Gitarre, Xylophon, Äste, Blechblasinstrumente und ein leerer Akkordeonkasten; alle manipuliert durch verschiedene elektronische Geräte. Die Vorstellung mag einen Unterwasser-Tauchgang in eine trübe Lagune mit Wrackteilen suggerieren.

Hans Grüsel
leitet ein sich ständig veränderndes Holzmaserungs-Diorama von dunklen Wald-Charakteren, genannt das "Krankenkabinet", in San Francisco Kalifornien. Mit Elektronik, concrète Aufnahmen und akustischen Instrumenten erkundet das Ensemble die verschwundenen teutonischen Riten der Vergangenheit, in das Scheitern der Zukunft stolpernd.
www.hansgrusel.com
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ohrenhoch der Geräuschladen präsentiert
am Sonntag 3. und 10. Mai 2009, 14:00 - 21:00 Uhr:

'
IRREPRESSIBLE' - specially made for ohrenhoch
von Zbigniew Karkowski
und Antoine Chessex

MIT AUSSTELLUNG DES SONOGRAMMS

Das im ohrenhoch präsentierte Stück ist die erste Zusammenarbeit zwischen Karkowski und Chessex.
Rohmaterial (stark bearbeitete Saxophon Sounds) wurde von Berlin nach Tokyo geschickt, dort zusammengesetzt und dann gemischt und gemastert in den USA von Karkowski im März 2009.

Zbigniew Karkowski
Geboren 1958 in Krakau. Lebt in Tokyo.
Er studierte bei den Komponisten Iannis Xenakis, Pierre Boulez, Olivier Messiaen und Georges Aperghis und produzierte zahlreiche Werke von sowohl akustischer wie auch elektronischer Musik inklusive Kammerwerke, Stücke für grosses Orchester und Oper. Er ist auch Mitbegründer des Performance-Trios für elektroakustische Musik Sensorband und arbeitete mit namhaften Underground Ikonen, Francisco Lopez, Daniel Menche, Merzbow, Hafler Trio und Blixa Bargeld. Er performt und präsentiert seine Werke weltweit seit mehr als dreissig Jahren.
http://www.discogs.com/artist/Zbigniew+Karkowski

Antoine Chessex
ist ein Komponist und Performer, geboren 1980 in der Schweiz, lebt in Berlin, ist aktiv seit Mitte der 90er in verschiedenen Feldern von experimentellen Musiken. Chessex hat weltweit performt und entwickelte intensive Solo Performances für Saxophon und Elektronik, in denen er sein Horn von seiner wohltemperierten Tradition befreit hat. Er hat auch mit Chris Corsano, C. Spencer Yeh, Lasse Marhaug, Thomas Ankersmit, Axel Dörner, Kasper Toeplitz, der Medienkünstlerin Ulrike Gabriel, dem Architekten Christian Waldvogel (Globus Cassus) und dem Projekt Monno gearbeitet.
http://www.soundimplant.com/achessex.html
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14.-16. Mai 2009:
Symposium "Soundscapes & Listening" des Europäischen "Forum Klanglandschaft FKL" an der Fachhochschule St. Pölten, Oesterreich.

Am Symposium präsentiert Knut Remond, künstlerischer Leiter "ohrenhoch, der Geräuschladen", die preisgekrönte Klanginstallation "NACHTTROPFENDRACHE", die er mit den ohrenhoch-Kids aus Berlin-Neukölln kreiert hat.

Freitag, 15. Mai 2009, 11:30 - 12:00 Uhr:
Referat von Knut Remond
"Elektroakustische Musik mit Kindern - Klanginstallation Nachttropfendrache"


Adresse:
Fachhochschule St. Pölten GmbH
Matthias Corvinus - Straße 15
3100 St. Pölten
Oesterreich
Direkter Link zum Programm

Sponsor der Präsentation von Knut Remond:
Zapf Umzüge - Transport der Klanginstallation "Nachttropfendrache"


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Zu hören am Sonntag 17. und 24. Mai 2009, 14:00 - 21:00 Uhr:

"Walking with Ghosts"
von Lisa Whistlecroft

Lisa Whistlecroft über "Walking with Ghosts":
"Walking with Ghosts" begann als Soundscape zur Begleitung einer Lesung von "Mourning Walk" ("Trauerspaziergang"), einem Landschaftstext des Schriftstellers Carl Lavery, in dem er die Beziehung zwischen Gehen, Erinnerung und Landschaft erkundet. Struktur und Zeiteinteilung von "Walking with Ghosts" sind vom Text hergeleitet und die Soundmaterialien wurden gewählt, um besondere Aspekte der im Text erzählten Story zu reflektieren. Als es sich entwickelte, bewegte es sich vom Text weg, bis die zwei Stücke eigenständig wurden, obwohl eng verbunden. Nun erzählt es seine eigene Geschichte - und lädt alle ZuhörerInnen ein, beim Zuhören ihre eigene imaginäre Erzählung und Szenen zu kreieren.

Lisa Whistlecroft
ist eine Amateur-Komponistin vom Nordwesten Englands. Sie hat sowohl Naturwissenschaft wie auch Musik studiert und arbeitet zurzeit an der Lancaster University, wo sie das Lernen und Lehren in Musik und anderen darstellenden Künsten in Universitäten überall im Vereinigten Königreich fördert, speziell mit Computern und anderen neuen Technologien. Sie hat gerade einen Teilzeit-Master-of-Philosophy in Komposition an der University of Birmingham abgeschlossen. Lisa ist von allem Sound fasziniert und macht gerne Musik und Klangkunst aus Aufnahmen von natürlichen und Alltagsgeräuschen. Sie arbeitet auch gerne mit Ideen von anderen Leuten, entweder indem sie von einer bestimmten Idee ausgeht oder indem sie gemeinschaftlich mit einem/einer anderen KünstlerIn arbeitet.
http://lisa.whistlecroft.net
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Zu hören am Sonntag 31. Mai und 7. Juni 2009, 14:00 - 21:00 Uhr:

"Bullet Train Ballad No.1"
von Antti Sakari Saario

Antti Sakari Saario über "Bullet Train Ballad No.1":
Flüchtige Übergänge und mehrfache Schichten von Zeit und Perspektive - das Beobachtete und der Beobachter - Hochgeschwindigkeitszug und der Steingarten - Paradoxe in Bewegung.

Antti Sakari Saario
ist ein preisgekrönter Fixed-Media-Komponist, der akusmatische Techniken mit eklektischen musikalischen und akustischen Interessen vereinigt. Seine Arbeit wurde in Konzerten, Tanzperformances, Festivals und Installationen aufgeführt - u.a. in England, Spanien, Italien, Dänemark, Norwegen, Canada, Deutschland und Italien - und wurde weltweit über Rundfunk ausgestrahlt. Saario's Arbeitsvorgang und Produktion sind immer geprägt durch die empirische Begegnung mit der eigenen Umgebung, ob auditiv, kulturell oder rein abstrakt. Im Moment hält er Vorlesungen über Musiktechnologie am Institute for the Contemporary Arts (LICA) der Lancaster University. Neben der Lehrtätigkeit arbeitet er dort in der praxis-basierten Forschung an Fixed-Media-Komposition, ihren Aufführungsanwendungen und experimentellen Produktionstechniken.
www.myspace.com/anttisaario
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Die ohrenhoch-Kids präsentieren:

REGENWURMSTADT & MAULWURFGARTEN
Soundpuzzle-Installation

Sonntag 5. Juli 2009, 14:00 - 21:00 Uhr

am 11. Kunst- und Kulturfestival "48 Stunden Neukölln" 2009:
Freitag 26. Juni 2009, 19:00 - 24:00 Uhr
Samstag 27. Juni 2009, 14:00 - 24:00 Uhr
Sonntag 28. Juni 2009, 14:00 - 19:00 Uhr
Zu hören am Sonntag 14. und 21. Juni 2009, 14:00 - 21:00 Uhr:

"Rehoiyo"
von Relmic Statute

Relmic Statute über "Rehoiyo":
Die Tonspur "Rehoiyo" wurde 2008 hergestellt mit der Idee, Klangquellen von städtischer, natürlicher und Live-Instrumentation zu benützen, um das rohe Audiomaterial der Tonspur dann auf Systeme wie alphabetische Verbindung, Regenmelodie, Bandwiederholung (Tapelooping), Bandmanipulation, Tonhöhenachsen-Theorie zu formen, um eine organische Collage von Sounds zu kreieren.

Relmic Statute
ist der Künstlername von David Horner aus Leeds, England. David's Audio-Werke basieren hauptsächlich auf dem Gebrauch von verschiedenen Aufnahmemedien (Kassette, Spule zu Spule, moderne digitale Techniken). In einer Linie damit fährt David's Arbeit fort, verschiedene Konzepte und musikalische Theorien aus der westlichen und östlichen Welt in seinem Werk anzuwenden.
Sein Album "Sitting under the Lanterns Glow" wird dieses Jahr auf Cottongood Records erscheinen.
www.myspace.com/relmicstatute
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"NACHTTROPFENDRACHE" im Konzerthaus Berlin, Beethoven-Saal

präsentiert vom netzwerk junge ohren:

Die Geräuschbox-Klanginstallation "Nachttropfendrache",
kreiert von Knut Remond zusammen mit den
ohrenhoch-Kids aus Berlin-Neukölln,
wird
im Rahmen des Patenschaftsfestes Künste und Schule präsentiert.

Dienstag 23. Juni 2009, 10:15 - ca. 13:00 Uhr


Einladung (PDF)
Presseinformation netzwerk junge ohren (PDF)

Konzerthaus Berlin, Gendarmenmarkt 2, 10117 Berlin
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Im "ohrenhoch, der Geräuschladen" werden die Kunstfestivals in Berlin-Neukölln genutzt, um Projekte aber auch spezifisch die Prozesse der ohrenhoch-Kids öffentlich hörbar und sichtbar zu präsentieren. Diese Art Veranstaltungen sind ausschliesslich nach ihren Ideen und Wünschen ausgerichtet.

Ausgangspunkt für "Regenwurmstadt & Maulwurfgarten" war das Thema "Humus" des diesjährigen Festivals 48 Stunden Neukölln. Es gab im Verlauf die unterschiedlichsten Ideen, es fand unter den ohrenhoch-Kids ein lebhafter und phantasievoller Prozess statt, der sich thematisch in unterschiedlichsten Richtungen entwickelte und zu dem Titel führte: "Regenwurmstadt & Maulwurfgarten"

"Regenwurmstadt & Maulwurfgarten" ist in zwei Ebenen konzipiert:
Regenwurmstadt im ohrenhoch-Schaufensterraum, Maulwurfgarten im Keller.

Im Schaufensterraum begegnen Sie der "Regenwurmstadt" am Boden. Sie besteht aus verschiedenen aus Abfallmaterialien gefertigten Regenwurmstadt-Gebäuden und wird mit mp3-Player und mit leicht umfunktionierten Kopfhörern betrieben. Es sind für die ohrenhoch-Kids konkrete Gebäude, mit Namen versehen wie: eine Fabrik, eine Krankenstätte "aus eins wird zwei", ein Regenwurmrathaus, eine Regenwurmgeisterbahn, ein Sportstadion, ein Friedhof (mit Mausoleum), eine Polizeistation, ein Wurmloch, ein Regenwurm-ohrenhoch, ein Regenwurmhotel, ein Regenwurmhochhaus und ein Regenwurmdampfer. Die Kopfhörer sind in den einzelnen Objekten, Nischen installiert, eingebaut, freigelegt und funktionieren als kleine Lautsprecherchen.

Im Keller, der verdunkelt ist, geht man sozusagen in die Erde hinunter. Dort befindet sich der Maulwurfgarten. Der Maulwurfgarten besteht aus einer Kiste mit einem Basslautsprecher, der zugedeckt ist mit Erde.

"Regenwurmstadt"

Ausgangspunkt war, dass die Natur keine Abfälle produziert.
Es gab in diesem Projekt eine einzige Spielregel einen Rahmen, den ich mit den ohrenhoch-Kids abgesprochen habe - und zwar, dass nur Gegenstände, Materialien zugelassen sind, die man üblicherweise in den Müll wirft. Alles andere wurde von den ohrenhoch-Kids selbst entwickelt, ausgearbeitet und selbständig entschieden.

Müllverwertung, Transformationen, Utopien.
Die Regenwurmstadt wurde von den ohrenhoch-Kids in der Hörgalerie angefertigt aus Vepackungsmaterial-Abfall, den sie von zu Hause mitbrachten oder flugs von einem Einkaufsmarkt gleich um die Ecke vom ohrenhoch organisierten- zum Beispiel Kartonschachteln, Pappröhren, verschiedene Plastikbecher, PET-Flaschen etc. Diese Abfallmaterialien wurden schliesslich in konkreten oder zufälligen Umwandlungsstufen modifiziert, mit farbigem Klebeband, Schere und Cutter bearbeitet, umgewandelt, verändert, umgeformt und daraus die unterschiedlichsten Gebäude-Objekte der Regenwurmstadt hergestellt.

Horchen, Lauschen
Die einzelnen Geräusche sind in den Schachteln, Röhren und Bechern. Man kann je nach Lust und Laune seine Ohren an die einzelnen aus Abfall transformierten Objekte anpeilen.

Für die ohrenhoch-Kids ist es wichtig, dass die Leute sich bücken oder in die Knie gehen müssen, um sich die einzelnen Geräuschteile, Kompositionen von den Soundpuzzle-Teilen anzuhören. JedeR kann versuchen, sein rechtes oder linkes Ohr an eine Röhre aufzulegen - "Ohrenlupe". Man kann oder muss auch auf die Knie gehen, um mit dem Ohr ganz nah die einzelnen Stücke der jeweiligen Gebäude-Objekte anzuhören.

Ohrblicke:
Somit entdecken Sie in der Regenwurmstadt mit Ihren Ohren verschiedene Geräuschstücke. Es sind Kompositionen, skulptural zusammengestellte Hörgänge mit unterschiedlichsten "Field Recordings" (Umgebungsgeräusche), die mit einem Sampler in weiteren Prozessen zum Teil verändert, bearbeitet und modifiziert wurden.

Es sind nicht alle Regenwurmgebäude-Objekte mit einem Geräusch bestückt. Es sind diejenigen Objekte, Gebäude, die von den beiden 5-jährigen ohrenhoch-Kids gemacht wurden.

Field Recording, Soundmixturen, 16 Puzzlestücke
Die Regenwurmstadt besteht aus 9 Stereo-Kopfhörern mit 8 Mp3-Playern, über die 16 verschiedene Geräuschkompositionen im Loop (Schlaufe) abgespielt werden. Die 16 Geräuschkompositionen sind mit dem jeweiligen Regenwurmstadt-Gebäude verknüpft und wurden von den ohrenhoch-Kids selbst aufgenommen, transformiert und zusammengestellt.
Es sind unterschiedliche Aufnahmen zum Beispiel aus gemeinsamen Aufnahme-Exkursionen "Field Recording". Es sind auch Aufnahmen enthalten, wo die ohrenhoch-Kids einen Digitalrecorder mit nach Hause nahmen, um eines oder mehrere Geräusche einzufangen. Ihre Aufnahmen haben die ohrenhoch-Kids zum Teil zusätzlich mit einem Sampler verändert, transformiert und zu Loops (Schlaufen) komponiert.
Diese 16 Soundteile sind mit unterschiedlichsten Pausenlängen angefertigt. Es sind sozusagen einzelne Puzzlestücke, die gleichzeitig miteinander abgespielt werden. Durch die unterschiedlichen Pausenlängen jedes einzelnen Stückes werden die 16 Teile ineinandergreifen - mehrstimmig - polyphon - und zu einem wechselnden Ganzen werden.

"Maulwurfgarten"

Ein Kontrast zur Regenwurmstadt ist der Maulwurfgarten. Er befindet sich im Keller.
Es ist eine Idee der ohrenhoch-Kids.
Umgesetzt wurde die Idee von Knut Remond.

Wenn Sie die Treppe zum Keller hinuntergehen, befinden Sie sich sozusagen unter der Erde.
Dort befindet sich der Maulwurfgarten. Es ist schummerig, mit wenig Licht und man hört den oder die Maulwürfe.
Der Maulwurfgarten besteht aus einer mit Erde gefüllten Holzkiste. Eingebettet in der Erde liegt ein Basswoofer. Die Soundquelle ist ein altes Radio, die Frequenz des Radios ist auf ein Störgeräusch eingestellt. Zwei der ohrenhoch-Kids hatten die Idee, dass Lautsprecher unter der Erde liegen, wo Geräusche von Maulwürfen abgespielt werden.
Die Idee und die Atmosphäre von Maulwurfgarten möchte ich bewusst nicht genauer beschreiben. Ich denke, das Erleben, die Überraschung, das unmittelbare Erfahren ist sehr speziell und ist damit wirklich allen Interessierten zu empfehlen.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die dieses Projekt möglich gemacht haben: Bei unseren Sponsoren und Förderern, aber auch bei den Eltern der ohrenhoch-Kids für ihr Vertrauen und die gelungene Zusammenarbeit.

Knut Remond, Juni 2009
Sonntag 12. und 19. Juli 2009, 14:00 - 21:00 Uhr:

Pasajes - Quimera (2009) - Sound und Video Installation für das ohrenhoch
von Marisol Jimenez

Marisol Jimenez über "Pasajes - Quimera":
Diese Installation besteht aus zwei Hauptteilen, die gleichzeitig in zwei verschiedenen Räumen präsentiert werden - ein 16-minütiges Fixed multimedia Stück, das einen Strom von fragmentierten Videobildern mit elektronischen Klängen kombiniert, und ein 30-minütiges akusmatisches Stück, das die Klangwelt erschliesst, die im Video präsentiert wird. In Bezug auf den Titel hat das erste Wort "Pasajes" eine doppelte metaphorische Bedeutung. Einerseits heisst es "Fragmente", weil die visuellen und klanglichen Elemente wie Scherben eines gebrochenen Objektes präsentiert werden. Andererseits heisst es "Passagen", wie Öffnungen oder Durchgänge, die eine Verbindung mit einem Traumzustand oder "Quimera" herstellen. Die Sounds kombinieren Aufnahmen von natürlichen und städtischen Umgebungen mit rein digitalen Sounds, aber auch mehreren akustischen Instrumenten und Objekten.

Marisol Jimenez ist eine Komponistin und experimentell multidisziplinäre Künstlerin aus Guadalajara, Jalisco, Mexico. Momentan arbeitet sie an der Stanford University auf einen Doktortitel in Komposition hin, ihre Veröffentlichungen schliessen eine Anzahl von Kammer-, elektronischen und multimedia Werken ein, sowie Kooperationen mit visuellen und Video-Künstlern. Ihre Musik wurde von Ensembles aufgeführt wie Arditti String Quartett, Ensemble Surplus, Ensemble Recherche, Ensemble Intercontemporain, International Contemporary Ensemble, the Freiburger Barockorchester, Ensemble Octandre und SfSound.
http://www.myspace.com/marisoljimenezmusica
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Zu hören am Sonntag 26. Juli und 2. August 2009, 14:00 - 21:00 Uhr:

"Fourmis - Ameisen - Ants" (2007)
von Pierre Thoma

Alle Klänge sind ausschliesslich Klänge von Ameisen, die Pierre Thoma aufgenommen hat. Sie wurden nur durch schneiden - kopieren - mischen bearbeitet.

Die am 26. Juli im ohrenhoch präsentierten Stücke von "Fourmis - Ameisen - Ants" wurden mit Hilfe der Wahrscheinlichkeitsrechnung realisiert, unter Anwendung des Gesetzes der grossen Zahlen: ein Ameisenhaufen von mittlerer Grösse beherbergt ungefähr 150´000 Individuen.

Die am 2. August im ohrenhoch präsentierten Stücke von "Fourmis - Ameisen - Ants" wurden durch Zellularautomaten realisiert. Man hat festgestellt, dass komplexe natürliche Phänomene - dies ist der Fall im Verhalten der Ameisen - am Computer als Modell dargestellt werden können mit einfachen mathematischen Vorgehen, die man Zellularautomaten nennt, wo jedes Element mit seiner Umgebung interagiert. Um dies zu illustrieren, kann man sich ein kariertes Papier mit schwarzen und weissen Quadraten vorstellen; wenn zum Beispiel ein Quadrat von mindestens 3 schwarzen Quadraten umgeben ist, wechselt es die Farbe.

Der Komponist dankt Arnaud Maeder, Myrmekologe, für die Erlaubnis der Aufnahme an der Universität von Lausanne.

Pierre Thoma (*1949) hat instrumentale Kompositionen produziert (für Stimme, alle Instrumente und Lautsprecher; für verschiedene Formationen), elektroakustische Musik, Freiluftmusik, Musik für Theater, Ballett und für Video. Klanginstallationen für Konzerte, Strasse, Parks und Ausstellungen. Sound Poetry Performances. Text- und grafische Arbeiten für Ausstellungen und Publikationen.
Er hat ein Lizentiat in Soziologie von der Universität Genf und ein Musikdiplom (für Theorie und Schlagzeug) vom Musikkonservatorium Genf.
Pierre Thoma lebt in Genf.
Informationen über Pierre Thoma auf www.musinfo.ch
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ohrenhoch der Geräuschladen präsentiert
am Sonntag 26. Juli 2009 um 21:00 Uhr:

Odeya Nini - LIVE
voice/electronics

http://www.myspace.com/odeyanini
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Zu hören am Sonntag 9. and 16. August 2009, 14:00 - 21:00 Uhr:

"And Death..." für fixed media (2007)
von Jason Bolte

"And Death..." ist ein kurzes Werk inspiriert vom Gedicht "And Death Shall Have No Dominion" von Dylan Thomas. Als ich an der Komposition arbeitete, beschäftigte ich mich mit den Beziehungen zwischen Thomas´s Gedicht und der Musik, die ich komponierte. Ich wollte, dass die Musik eine Ausarbeitung über den Text sei, indem ich die präsentierten und sich erschliessenden Ideen aufnahm und sie einem akustischen Bereich einflösste durch Textmalerei und andere Mittel. Viele der in der Komposition benützten Sounds werden im Gedicht ausdrücklich erwähnt und sind eine direkte Verbindung zwischen den beiden Werken. Diese Sounds werden auch benützt, um meine Interpretation des Gedichtes einzufangen durch konkrete Verwendung wie auch durch aufbauende Texturen und Gesten, die in Verbindung stehen mit der emotionalen Kontur des Gedichtes. "And Death..." wurde als einer von drei Hauptgewinnern gewählt am 9. Wettbewerb für Elektroakustische Komposition Música Viva 2008 (Portugal).

Jason Bolte (*1976) fungiert derzeit als Gastlehrer für Musik Technologie und Komposition an der University of Central Missouri während er seinen D.M.A. (Doctor of Musical Arts) in Musikkomposition an der University of Missouri – Kansas City Conservatory of Music and Dance abschliesst. Er war Interim-Dozent für Musiktechnologie und Audio Engineering an der Fakultät des Kansas City Kansas Community College. Jason ist Mitglied des Organisationsgremiums des Electronic Music Midwest Festival, und Mitglied des Gründungsgremiums der Kansas City Electronic Music Alliance. Jason hat ein B.M. mit Schwerpunkt Music Engineering Technology und ein M.M. in Musikkomposition der Ball State University. Seine Musik wurde in den USA, Lateinamerika und Europa aufgeführt. Im Sommer 2007 war Jason ein Associate Artist in Residence am Atlantic Center for the Arts beim Master Artist Denis Smalley.
www.jasonbolte.com
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Sonntag 23. und 30. August 2009, 14:00 - 21:00 Uhr:

"A guy kept beating his brother in summer" - for ohrenhoch der Geräuschladen

von Tetsuo Furudate

Mit Ausstellung von Zeichnungen von Tetsuo Furudate

Tetsuo Furudate über "A guy kept beating his brother in summer":
Ich hatte eine Soundidee durch einen heftigen Sound gerade als ich das Angebot für einen Loop-Sound im "ohrenhoch der Geräuschladen" bekam. Es wird voll schmerzvollem Atmen und Geräuschen von Schlägen sein, unaufhörlich sich wiederholend.
Es scheint als ob das Weinen, die Schläge, Morde, schmerzvolles Atmen und/oder alles Gewaltsame den konkreten Grund oder das logische Recht haben, sich unbegrenzt im menschlichen Wesen zu
wiederholen.
Ich glaube, dass ich diesen Sound nur im Sommer spielen kann.

Tetsuo Furudate
Geboren in Tokyo. Begann seine Karriere 1981 mit experimentellem Film und Videokunst. Ab Mitte 80er bog er allmählich durch die Darstellenden Künste in die Musik ein. Die Premiere seiner neuesten experimentellen Noise Oper, "Othello", fand 2001 im Podewil in Berlin statt. Auch die Premiere von "Wozzeck" fand im Podewil statt, jene von "Auditory Sence of Mr. Roderick Usher" im Dresdner Zentrum für zeitgenössiche Musik (DZzM) 2003. "Auditory Sence..." gewann den BLAUE BRÜCKE Preis 2003. Die "Motome-Zuka" Radioversion gewann den zweiten Preis des Internationalen Festivals für Hörkunst 2007 von der Akademie der Künste Berlin. Er hatte Solokonzerte in Tel Aviv, Zagreb und Guangzhou Shenzhen und H.K. Ende 2007. Die Konzerttour "World As Will / a musical unit with Zbigniew Karkowski" führte durch Spanien, Schweiz, Deutschland und Polen. Sein neues Stück "Goya" wurde von Deutschlandradio Kultur ausgestrahlt; sein neues Musikdrama "Hiroshima mon amour" wurde 2008 in Berlin mit Sigrid Schnückel und Judith Sehrbrock und in Kyoto (ohne Stimmen) (ur)aufgeführt.
www.myspace.com/tetsuofurudate
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Zu hören am Sonntag 6. und 13. September 2009, 14:00 - 21:00 Uhr:

"Focus"
von Jean-Claude Risset

"Focus" ist der zweite Satz der elektroakustischen Komposition "Elementa" von Jean-Claude Risset, ein Werk im Auftrag des Französischen Kulturministeriums aus Anlass des fünfzigsten Geburtstags der musique concrète 1998.

Jean-Claude Risset über "Focus":
Feuer ist ambivalent: warm und erschreckend, knisternd, schnell, lodernd, zerstörend und vernichtend. Versprühte Sounds, ständig in Bewegung. Der Wind entfacht Feuer in Büschen. Das Knistern regt Resonanzfilter in seinem eigenen Rhythmus an. Das Feuer wächst und scheint die flammenden Vokalisationen zu überfluten. Am Ende rotiert das Feuer in Richtung der Sterne – himmlische Feuerbälle.

Jean-Claude Risset
Komponist und Forscher, geboren 1938 in Frankreich. Wissenschaftliche und musikalische Studien (Komposition bei André Jolivet). In den 60er Jahren Zusammenarbeit mit Max Mathews; Weiterentwicklung der musikalischen Verwendbarkeit der digitalen Klangsynthese (digitale Synthese von Blechblasklängen, Tonhöhenparadoxien, Klangkatalog [1969]). Leitung der Computer-Abteilung am IRCAM (10975-1979). Auszeichnungen: Goldene Nica der Ars electronica 1987, Grand Prix National de la Musique 1990, „Magisterium“ Bourges 1998, Goldmedaille des CNRS 1999. Am CNRS Marseille, Laboratoire de Mécanique et d'Acoustique, tätig.
http://brahms.ircam.fr/index.php?id=2734
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Zu hören am Sonntag 20. und 27. September 2009, 14:00 - 21:00 Uhr:

"Out the Tomb"
von Metalux

Out the Tomb wurde für den Geräuschladen ohrenhoch kreiert.

Metalux über "Out the Tomb":
Das Stück Out the Tomb benützt alte Synthesizer, Sampler, Bandmaschinen, Gitarren und Analogschaltungen wie das Tranoe (entworfen und gebaut von Peter Blasser). Die Komposition ist so gestaltet, dass sie den/die ZuhörerIn auf eine visuelle Reise nimmt. Schwere und sandige Steine bröckeln ab, als die riesige Gruft aufgestemmt wird. Alter Staub verfliegt in dünner Luft, als metallene Relikte den Lichtstrahlen ausgesetzt werden.

Metalux (Load Records, Hanson, 5rc, Veglia) ist MV Carbon und Jenny Graf. Carbon und Graf arbeiten seit vielen Jahren zusammen als Metalux und waren auch die Duo-Gitarristen in der Chicagoer no wave Band Bride of No No (Atavistic). Beide zogen vor 5 Jahren von Chicago an die Ostküste. Carbon (New York City) und Graf (Baltimore, MD). Ihre Wohnsitze in nächster Nachbarschaft erlauben es ihnen, Metalux aufrecht zu erhalten. Sie haben international getourt als Metalux und improvisiert mit Musikern wie Evan Parker, Culver (Skullflower), John Edwards, Spencer Yeh, John Wiese und vielen mehr. Ihr neustes Werk ist 1002 Cool Nights auf Kassette.
www.metalux.cc

Während den letzten paar Jahren hat Carbon viel Solo Soundarbeit gemacht mit Cello, Bandgeräten und verschiedener Elektronik. Sie hat bald auch eine Solo-LP in Aussicht auf dem Label Ecstatic Peace. Sie hat ausgiebig mit den folgenden Künstlern zusammengearbeitet: Tony Conrad, Luke Calzonetti (Bad Faces ist MV Carbon und Luke Calzonetti , CD release auf Fi and Fear), Carlos Giffoni (Jackal Blade ist MV Carbon und Carlos Giffoni, CD Veröffentlichung auf NO-Fi im Winter 09), und Aki Onda. Carbon ist auch eine aktive Malerin mit kürzlichen Ausstellungen in New York City. Am 2. Oktober 2009 wird sie Solo in Göteborg in Schweden auftreten in einem Programm mit dem Titel Drone People.
www.nefertiti.se/program/?view=823

Jenny Graf hat kürzlich zusammen mit Chiara Giovando Proud Flesh fertiggestellt, einen experimentellen Western Film mit original Soundtrack, über eine weibliche Revolverheldin. Ihre Soloprojekte beinhalten Performances als J. Graf, The Guitars Project (ein kollaboratives Projekt mit Frauen mit Alzheimer Krankheit) und The Stone Carving Oraclestra, ein Projekt, in dem übersinnliche Lesungen angeboten werden in Form von Phonem-Zauberformeln und der Übertragung von Sound in Stein. Ihre Arbeit wurde in ganz Europa und Nordamerika aufgeführt und gezeigt.
www.jennygrafsheppard.com
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Zu hören am Sonntag 4. und 11. Oktober 2009, 14:00 - 21:00 Uhr:

"Dérivatif" (15. Juli - 30. August 2008) - Abweichung -
aus 93 Tonelementen von Luc Ferrari.
Von Brunhild Ferrari

Brunhild Ferrari über "Dérivatif" (Dauer 27'07''):
diesen Titel gab Luc Ferrari seinem nächsten Stück.
Es war der 12. April 2005.
Gemeinsam hatten wir begonnen, jeweils einen x-beliebigen Ausschnitt aus jedem 13. Tonband seiner Archive für eine neue Komposition zu entnehmen. Das Vorhaben scheiterte kurz darauf. Fast 3 Jahre nach Lucs Tod am 22. August 2005 gelang es mir endlich erneut, seinen Spuren über so viele Schaffensjahre zu folgen. So habe ich mir all dieses Tonmaterial entliehen, um daraus ein „Dérivatif“ auf meine Art zu komponieren; ohne einen einzigen Lucs fremden Ton hinzuzufügen.
Hanna Schygulla schließt das Stück mit einem kurzen Satz aus Luc Ferraris „Labyrinth-Porträt“, Radiokomposition mit dem Text von Colette Fellous.

Brunhild Ferrari
Brunhild Meyer-Ferrari, in Frankfurt am Main geboren, teilt ihr Leben seit 1959 mit Luc Ferrari in Paris. Neben ihrer Tätigkeit zuerst in der Forschung auf dem Gebiet der Beziehung Ton und Bild in Pierre Schaeffers Service de la Recherche, später als Dolmetscherin und als häufig Mitwirkende an Luc Ferraris Arbeiten, realisiert sie eigene Kompositionen und Radiosendungen.

Luc Ferrari
(5.2.1929, Paris - 22.8.2005, Arezzo)
... Es geht ihm darum, anhand unterschiedlicher Mittel vorüberziehende Gedanken, Gefühle, Intuitionen auszudrücken, den Alltag in seiner gesamten Wirklichkeit zu beobachten, ebensowohl der gesellschaftlichen, psychologischen wie auch der sentimentalen. Dies äußert sich in Form von Texten, Instrumental-Partituren, elektroakustischen Kompositionen, Reportagen, Filmen, Musiktheater usf.

Biografische Daten
Gleichzeitig zu seinem Klavierstudium ab 1946 beginnt Luc Ferrari zu komponieren. Ab 1952 nimmt er an den Internationalen Ferienkursen in Darmstadt teil. Aufführung seiner instrumentalen Werke dort sowie in Paris und Köln.
1958 tritt er der Groupe der Musique Concrète bei. Mit Pierre Schaeffer gründet er 1958-1960 die Groupe de Recherche Musicale.
Er korealisiert Fernsehsendungen und -reihen, u.a. über zeitgenössische Musik.
1964-65 Lehrauftrag an der Rheinischen Musikschule, Köln.
1967 einjähriger Aufenthalt in Berlin als Gast der Ford Foundation und des DAAD.
1968-69 musikalische Leitung des Maison de la Culture zu Amiens.
1972 richtet er sein "Studio Billig" ein, ein bescheidenes Atelier für Elektroakustik.
1982 gründet er mit Unterstützung des Ministeriums für Kultur den Verein "La Muse en Circuit", ein Studio für elektroakustische Komposition und Radiokunst, von dem er sich 1994 trennt. Im gleichen Jahr richtet er sein eigenes Home-Studio ein, dem er den Namen "Atelier post-billig" gibt.
Ab 1995 Zahreiche Konzertaufenthalte und Lesungen in Europa, USA, Japan.
Am 22. August 2005 stirbt Luc Ferrari in Arezzo, Italien.
www.lucferrari.org
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Zu hören am Sonntag, 18. und 25. Oktober 2009, 14:00 - 21.00 Uhr:

"Der Weg"
Ouverture aus dem Werk "Wasserklang - Körausbach" (2009)
von Gunda König und Dieter Kaufmann

Gunda König über "Wasserklang":
Der 370 Meter lange Abschnitt des Bächleins vom ehemaligen „Weidenbrückerl“ über den Steg bis zur südlichen Brücke ist beinahe ein Paradies (wenn auch ein gefährdetes). Dort hält die Seele Zwiesprache jenseits von Wort und Begriff.
Um den Klang des Baches aufnehmen zu können, ist die ideale Jahreszeit der Übergang vom Winter zum Frühling. Da sollte weder Schnee liegen noch raschelndes Laub, damit meine Schritte die Aufnahme nicht stören; da sollten Büsche und Bäume keine Blätter tragen, um möglichst ungehindert ans Wasser heran zu kommen, außerdem führt der Bach im Frühling auch genügend Wasser, um sich in all seiner Klangvielfalt präsentieren zu können.

Dieter Kaufmann, Hintergrund-Reflexionen zu "Wasserklang":
"Schule des Sehens" hatte Oskar Kokoschka seine Salzburger Sommerseminare genannt, "Schule des Hörens" nannte Roman Haubenstock-Ramati die Beschäftigung mit elektroakustischer Musik.
Vielfalt erkennen, anerkennen und fördern, bedeutet offen und unvoreingenommen zu sein.
Hineinhören, hineinhorchen in das beinahe unbegrenzte Angebot an authentischen Klangquellen, das Arbeiten/Komponieren mit und an ihnen könnte – mit offenen Ohren – zu einer bewussteren "Weltanhörung" führen.

Gunda König
Drei Jahre Lehrtätigkeit am Lycée français in Wien, gleichzeitig Schauspielausbildung.
Engagements am Stadttheater Klagenfurt, den Komödienspielen Porcia, am Theater der Jugend, Theater an der Wien, Volkstheater etc.; Rundfunk (internationaler Hörspielpreis "Prix futura") und Fernsehen.
1975 Gründung des "K&K Experimentalstudios" mit dem Komponisten Dieter Kaufmann. Mit ihren multimedialen, innovativen Musiktheaterprogrammen Tourneen und Auftritte in Europa, Nord- und Südamerika.
Mitwirkung als Schauspielerin in mehreren Opern-Uraufführungen (Lampersberg, Logothetis, Zykan, Alcalay, Kaufmann, P. Androsch).
Gunda König interpretiert zeitgenössische Lyrik und erarbeitet eigene Soloprogramme, oftmals gemischt mit Chansons und zeitgenössischer Musik.

Dieter Kaufmann
geb. 1941 in Wien, in Kärnten aufgewachsen, Studien in Wien und Paris, Univ.Prof. i.R., Präsident der Austro Mechana, Komponist von elektroakustischen, vokalen und instrumentalen Werken, von Musiktheater und Multimedia-Produktionen, die er zusammen mit seiner Frau Gunda König mit dem K&K Experimentalstudio seit 1970 international aufführt.

http://www.presence.or.at/kuk
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Zu hören am Sonntag 1. November und 22. November 2009, 14:00 - 21:00 Uhr:

"Figure in Movement" (2005)
von Shintaro Imai

Shintaro Imai über "Figure in Movement":
Dieses elektroakustische Stück wurde für elektroakustisches System entwickelt und wurde am Elektronischen Musik Studio der TU Berlin 2005 realisiert. Die Soundmaterialien wurden bearbeitet und organisiert via ein algorithmisches Echtzeit-Sounderzeugungs-System, basierend auf verschiedenen Granular-Samplingtechniken, unter dem musikalischen Idiom des Komponisten "Sound Creature".
Diese Materialien waren ursprünglich aus gesampelten Flötenklängen gemacht, die von der Flötistin Sabine Vogel gespielt wurden. Der Kompositionsalgorithmus und die Sound-Synthese-Programme wurden alle in Max/MSP geschrieben. Für das Editieren und Mastern wurde auch ProTools benützt. Das Konzept des Stückes ist es, eine imaginäre lebendige Klangmaterie und -umgebung zu zeichnen.

Shintaro Imai
Studierte Komposition und Computermusik bei Takayuki Rai, Erik Oña und Cort Lippe am Kunitachi College of Music in Tokyo, und bei Philippe Hurel am IRCAM in Paris. Arbeitete als Gastkomponist am ZKM Karlsruhe und Elektronischen Musikstudio TU Berlin. Gewann den Residence Preis imBourges Wettbewerb (FR), den ersten Preis im MUSICA NOVA Wettbewerb (CZ), den EARPLAY Composers Prize (US), den ersten Preis beim ZKM Short Cuts: Beauty competition (DE), und den Special Prize am
Yvar Mikhashoff Pianist/Composer Commissioning Project (US). Förderung durch die Japanische Regierung, das DAAD Artists-in-Berlin Programm und das Künstlerhaus Lukas (DE). Arbeitet als Assistenzprofessor am Kunitachi College of Music in Tokyo.
http://homepage.mac.com/shintaro_imai/

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Die ohrenhoch-Kids präsentieren

ohrenhoch ist NACHTAKTIV

Samstag 7. November 2009                 19:00 - 24:00 Uhr am Festival NachtundNebel
Sonntag 8. und 15. November               14:00 - 21:00 Uhr
Samstag 28. / Sonntag 29. November   14:00 - 21:00 Uhr am Adventsparcours

Wir freuen uns sehr, Ihnen und allen Interessierten, den Fans und den Sponsoren der ohrenhoch-Kids ihre neue Produktion "ohrenhoch ist NACHTAKTIV" vorzustellen.
Die ohrenhoch-Kids präsentieren in mehreren Räumen die von ihnen selbst inszenierte Klang-Raum-Installation und werden dabei die kleinen und grossen ZuhörerInnen mit Taschenlampen durch ein dunkles, fabelhaftes Geräuschlabyrinth begleiten und mit zusätzlichen Informationen beraten.
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Hausverwaltung Harald Kopp
Zu hören am Sonntag 6. und 13. Dezember 2009, 14:00 - 21:00 Uhr:

"History of the Auto-motive" (UA)
von Liz Allbee

Liz Allbee über "History of the Auto-motive":
Kreiert für ohrenhoch aus Tracks und Material von meinem kommenden Album "Theseus vs.", ist History of the Auto-motive ein Stück über Kollisionen, unausgesprochene Befehle und die doppelte Bedeutung von gewissen Codes. Es enthält einen Morsecode-Ausschnitt, der eine Phrase mit zwei verschiedenen Bedeutungen wiederholt, je nachdem wo man in den Loop einsteigt. Die Instrumentation ist Stimme, präparierte Trompete, Kurzwellen-Radio, Guzheng und verschiedene Electronics.

Liz Allbee
Liz Allbee’s Musik umfasst viele Genres, einschliesslich Improvisation, Neue Musik, elektronische Komposition, asiatischer Folk und Pop, Noise, Free Jazz und experimenteller Rock. Sie spielt in der Pop Band Neung Phak, in der Rock Band Mute Socialite und im Jon Raskin Quartet und hat mit vielen Musikern performt und aufgenommen, darunter Anthony Braxton, Leo Smith, Rova, Fred Frith, Gino Robair, Porest und SFSound, sowie mit Mitgliedern von Caroliner Rainbow und den Sun City Girls. Sie kommt über Oakland, Kalifornien hierher.

www.lizallbee.net

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Die Soundpuzzle-Installation "Regenwurmstadt & Maulwurfgarten" von den ohrenhoch-Kids gewinnt den Sonderpreis "Junges Hören" des netzwerk junge ohren und der Strecker-Stiftung!

Die Bekanntgabe der Preisträger erfolgte am 1. Dezember im Kleinen Sendesaal des WDR Funkhauses in Köln in einer gemeinsamen Veranstaltung der Initiative Hören und WDR 3 sowie des netzwerk junge ohren, das den Preis alljährlich auslobt.

Die Dokumentation von "Regenwurmstadt & Maulwurfgarten" finden Sie hier

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Sonntag 20. und 27. Dezember 2009, 14:00 - 21:00 Uhr:

Zwei Werke von Hiromi Ishii:
"Summer Grasses" (2004) - akusmatisch (Deutsche Erstaufführung)
"Ryum" (2008) - Video

Hiromi Ishii über "Summer Grasses" und "Ryum":

"
Summer Grasses" wurde komponiert, um eine akustische Koexistenz von Natur und Kultur zu kreieren. Die Ausgangsmaterialien sind Geräusche von Insekten und Metallgeräusche. Letztere wurden produziert durch Reiben und Schlagen von Messern und durch das Klingen einer Metallspirale. Die Spektraldaten der Geräusche von Insekten wurden benützt für Formantfilter, um Metallgeräusche zu transformieren. In dieser Musik sind Momente der Stille der traditionellen Japanischen Musik, 'ma' genannt – Momente von Leere, aber hochspannende Schweigtöne – ein weiterer wichtiger 'akustischer Faktor' für die Strukturierung des Stückes. Hiroshige Ando's Druck, Ein Bild des Lauschens von Insekten, ein kurzes Haiku von Basho Matsuo (siehe unten) und ein Sinn für japanische Schwerter, die als Kunsthandwerk produziert wurden, inspirierten mich, eine Fantasie von Insekten und dem Metall zu kreieren.

Summer Grasses... 
traces of dreams
of ancient warriors

"
Ryum": Die Konzeption dieser Komposition war ein Stück zu schaffen, wobei Bild und Klang eng verknüpft sind im synästhetischen Sinne und auch auf japanischer Klang- und Kunst-Ästhetik basiert sind. Das Klangmaterial entstammt der japanischen Hofmusik Gagaku und dem Noh-Maskentheater. Die Transformation der Struktur hat den Charakter langsamer und schwebender Bewegung wie Gagaku und Noh, wobei die Sequenzen lang und kontinuierlich sind. Es passieren keine dramatischen Wechsel, Überraschungen oder Unterbrechungen, um die geschaffene Spannung subtiler Wechsel und Transformationen zu bewahren.

Hiromi Ishii
studied general composition in Tokyo, electroacoustic music at the Aufbaustudium (graduate course) of Musikhochschule Dresden under Wilfried Jentzsch, and later at City University London with Simon Emmerson and Denis Smalley where she was conferred her PhD degree. Her research, ‘composing electroacoustic music relating to Japanese traditional music’, was supported by an ORS Award Scheme scholarship of the UK. Her pieces have been invited and presented at music festivals such as CYNETart Festival Dresden, the International symposium at Folkwang Hochschule Essen, the Electroacoutic Music Festival Florida (granted by Japan Foundation), EXPO 966 by Sonic Arts Network UK, and broadcast by the WDR, MDR, Radio Berlin and Antwerp Radio. In 2006 she was invited as a guest composer by ZKM Karlsruhe. Currently, she is working as a curator of visual music. As a lecturer she taught at Shobi University and Institute of Sound Technique in Japan, and is currently giving workshops and lectures world wide in Japanese, English and German.

www.hiromi-ishii.de

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Zu hören am Sonntag 3. und 10. Januar 2010, 14:00 - 21:00 Uhr:

"lichterleau_8.02" (Deutsche Erstaufführung)
von nörz

Die Komposition lichterleau_8.02 entstand im Zeitraum Februar – Juli 2009. Als Ausgangsmaterial dienten einige Aufnahmen, die wir in Wien ausschließlich in unseren Wohnungen gemacht hatten. “Private“ field recordings von Wasserkochern, Herdplatten, Heizkörpern, Waschmaschinen. Außerdem (ab etwa der Hälfte der Komposition deutlich zu hören) eine Shrutibox, eine Melodika und ein mittels Cellobogen gestrichenes Becken. Die Aufnahmen wurden in Folge teilweise transponiert, ansonsten jedoch nicht weiter verfremdet.

In einem ersten Schritt entstand ein relativ dicht komponiertes Stück von knapp 6 Minuten Länge: lichterleau. Dieses Stück wurde in einem zweiten Schritt mittels Time Stretch um das 8-fache gedehnt: Eine Zeitlupenversion. Punktuelles löst sich in dunkle Flächen auf, Harmonik in reinen Klang. Die Zusammenhänge lösen sich.

nörz sind Andreas Trobollowitsch und Johannes Tröndle. 2007 in Wien gegründet, arbeitet das Duo mit Klangquellen aller Art: akustisch, elektrisch, elektroakustisch und gerne analog. Die Stücke entstehen im Spannungsfeld zwischen struktureller Vorgabe und freiem Zusammenspiel. nörz bedient sich dabei einer spielerischen Praxis, die die Klangfarbe in den Mittelpunkt stellt.
Die Debut-CD (also known as) acker velvet ist im November 09 auf dem Berliner Label schraum erschienen. www.schraum.de

Andreas Trobollowitsch, *1980, lebt in Wien.
Tape, Radios, Objekte, präparierte Instrumente
Studierte Musikwissenschaft und zeitweise Jazz in Wien und Paris. Nach diversen Banderfahrungen in zahlreichen Musikstilen konzentriert er sich vornehmlich auf seine kompositorische und eigene künstlerische Arbeit. Er schrieb Musik für Theater, Kurzfilme und Radiofeatures.
Johannes Tröndle, *1981, lebt in Wien
Cello & Live Elektronik
Studierte Musikwissenschaft in Wien sowie ein Jahr klassisches Cello in Linz. Er brach das Studium ab, um sich auf experimentelle Weise mit dem Instrument auseinander zu setzen. Sein Fokus liegt hier insbesondere auf der Erzeugung von Geräuschen. Johannes Tröndle arbeitetet mit verschiedenen Arten von Verstärkung und Live-Sampling.

myspace.com/noerznoerz

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ohrenhoch, der Geräuschladen präsentiert
am Sonntag 17. und 24. Januar 2010
die Installation und Performance

"Bringing the Outside In"
von Johnny Chang und Luke Munn

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Installation (14:00 - 21:00 Uhr)
Eine Auswahl von Field Recordings aus Los Angeles, London, Auckland, New York, Berlin, Italien, Hong Kong und Taiwan, produziert von Johnny Chang und Luke Munn. Beim Abspielen der Aufnahmen wird die Räumlichkeit in der Weichselstrasse akustisch verlagert zu anderen Räumen rund um die Welt.
(17. Jan.: Mix von Luke Munn / 24. Jan.: Mix von Johnny Chang)

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Performance (im Keller, 19:30 Uhr - Eintritt 3.- Euro)
Eine Aufnahme von Strassengeräuschen direkt ausserhalb von ohrenhoch wird unten im Keller transkribiert und performt von Chang und Munn, die eine Auswahl von kleinen Instrumenten/Objekten spielen. Die ZuhörerInnen sind dazu eingeladen, ihre eigenen Objekte von aussen mitzubringen: Münzen, Schlüssel oder Papierstückchen und andere Überbleibsel, die als Teil der Performance akustisch aktiviert werden.

Johnny Chang:
Der Neusseeländische Komponist und Geiger Johnny Chang lebt derzeit in seiner Wahlheimat Berlin. Er studierte in den USA bei James Tenney und Michael Pisaro. In vielfältigen Konzerten arbeitete er mit vielen Musikern der Neuen und Experimentellen Musik. Jüngste musikalische Einflüsse kommen aus der Phonographie und der Musik von Christian Wolff, Salvatore Sciarrino, Peter Ablinger und einigen Indie Pop/ Rock Formationen.
http://johnnychchang.blogspot.com/

Luke Munn:
Luke Munn's Arbeit umfasst Soundkomposition, Performance und Neue Medien. In seinen Live Performances benützt er kleine Objekte wie z. B. Glasstücke, die er durch Elektronik aktiviert und manipuliert, konzentriert auf einen physischen, visuellen Bewegungssatz. Seine Arbeit erforscht Komposition, Wiedergabe und Interaktion in einer Serie von zeitgenössischen Stücken, die Erdbebendaten, menschliche DNA oder Stimmungen aus Facebook Updates schürfen, um einzigartige Soundscapes zu entwickeln. Projekte wurden einbezogen unter anderem im Centre de Cultura Contemporània de Barcelona, in den Eventi Collaterali der Venedig Biennale und Something New Chicago.
www.lukemunn.com/
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Zu hören am Sonntag 31. Januar und 7. Februar 2010, 14:00-21:00 Uhr:

"Berlin_snowed"
von Yan Jun

Yan Jun über "Berlin_snowed":
Dieses Stück basiert auf Field Recording vom Raum von ohrenhoch (thanx, Knut!). Die Umgebungsgeräusche meines Wohnzimmers/Studios überdecken die vom ohrenhoch, dann Feedback durch einen ipod Ohrhörer und eingebautes Mikrophon meines Edirol R09 Recorders. Ich habe dies am Tag nach dem grössten Schnee seit 40 Jahren in Peking gemacht.

Yan Jun
arbeitet mit Sound und Sprache. Lebt in Peking. Geboren 1973.
Er spielt Impro Musik. Manchmal sehr leise, manchmal sehr laut.
Manchmal nur für eine limitierte Anzahl von ZuhörerInnen.
Er kreiert Kunstwerke, die auf ortsspezifischem Field Recording basieren.
Er schreibt Gedichte und Essays. Und spielt ein bisschen Stimmarbeit.
www.yanjun.org


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Zu hören am Sonntag 14. und 21. Februar 2010, 14:00-21:00 Uhr:

"Clandestine Parts"
von Paulina Sundin

Paulina Sundin über "Clandestine Parts":
Clandestine Parts ist inspiriert von den Träumen aus meiner Kindheit, an die ich mich erinnere. Manchmal wurde der Schlaf von wilden Albträumen heimgesucht, voller Furcht und farbreichem Schrecken. Aber sehr oft, wie ein leises Flüstern, das den Lärm eines skandierenden Mobs übertönt, wurde ich von einem ganz und gar frohen Traum mit einem Happyend beruhigt.

Paulina Sundin:
Paulina Sundins elektro-akustische und instrumentale Musik wurde weltweit gespielt, sowohl in Konzerten wie auch über Rundfunk. Sie lehrt elektro-akustische Musikkomposition an der Königlichen Musikakademie in Stockholm (KMH), wo sie auch als Leiterin der Abteilung Komposition und Dirigieren arbeitet.
Paulina Sundin hat zurzeit Forschungsurlaub vom KMH und arbeitet an ihrem Doktorat in elektro-akustischer Komposition an der Huddersfield University, England.
www.paulinasundin.com


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Zu hören am Sonntag 28. Februar und 7. März 2010, 14:00 - 21:00 Uhr:

"Serkin Diabelli Beethoven-17 Noise Removal Process"
von Spin-17

Spin-17 präsentiert eine "Performance" einer Aufnahme von Rudolph Serkin, der Ludwig Van Beethovens Variationen über ein Thema von Anton Diabelli spielt. Ursprünglich kreiert durch Plattenspieler-Manipulation, wird die Aufnahme verschiedenen Phasen und Graden von "Geräuschentnahme" unterzogen (das Geräusch als alles Hörbare, von Erdungs-Summen über Scratchen bis zu melodischen Phrasen). Zusätzlich intoniert Motoko verschiedene vokale Eindrücke des Prozesses selber. In gewissem Sinne ist dieses Stück auch ein Kommentar zum Trend des Wieder-Herausgebens von historischen Aufnahmen unter Anwendung moderner Geräuschreduktions-Techniken und Remastering.

Spin-17 (Ed Chang: Elektronik, Gitarre, Saxophon / Motoko Shimizu: Stimme/Plattenspieler, Spielzeug) ist ein New-York-basiertes experimentelles Projekt, das die Kontraste und Verbindungen zwischen Harmonie und Geräusch, Elektronik und Akustik, Kleinkindern und Abstinenzlern, Obszönität und Poesie erforscht. Spin-17 mischt Improvisation mit experimenteller Komposition (vermischt mit einem guten Mass an Coffein). Der Effekt von diversen Einflüssen von Mauricio Kagel über Warner Brothers Cartoon Soundtracks bis zu frühen Siouxie and the Banshees kann wie ein Diamant im Auge gehört werden. Spin-17 hatte Performances in New York City im Tonic, ABC noRio, The Knitting Factory, CBGB‘s, The Brecht Forum, Roulette Intermedium und City College von New York (und in vielen anderen Städten der Vereinigten Staaten).
http://mysite.verizon.net/spin17/spin-17.html
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